Endspurt für unsere internationale Gruppenausstellung „Affekte“

Seit der Eröffnung am 3. April ging es im Kunstpalais um Affekte in all ihren Facetten. Mit zahlreichen Vorträgen, Workshops und anderen Veranstaltungen haben wir ein abwechslungsreiches Begleitprogramm für euch auf die Beine gestellt.
Wir blicken zurück auf eine erfolgreiche Ausstellung und viele Höhepunkte.

Ein Highlight war sicherlich unsere große Vortragsreihe, die Premiere des ersten Poetry Slams im Kunstpalais oder auch der Internationale Museumstag. Mit dieser Ausstellung und dem Begleitprogramm wird deutlich, wie brisant und aktuell das Thema Affekte ist. Die insgesamt 18 Vorträge eröffneten eine große thematische Bandbreite: angefangen bei einer neurobiologischen Betrachtung von Affekten über ihre Zusammenhänge in Kunst, Musik und Kultur bis hin zu theaterwissenschaftlichen Beiträgen. Zu Gast waren Wissenschaftler aus ganz Deutschland, wie zum Beispiel Prof. Friedrich Weltzien von der Hochschule Hannover, Dr. Kerstin Thomas von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Prof. Gabriele Brandstetter von der Freien Universität Berlin.

Doch nun neigt sich die Ausstellung dem Ende zu. Am kommenden Sonntag, 8. Juni, habt ihr zum letzten Mal die Gelegenheit, sie zu besuchen. Zum Abschluss haben wir auch für diesen Tag ein Programm zusammengestellt:
Um 16 Uhr findet die letzte öffentliche Führung durch die Ausstellung statt. Anschließend wird um 18 Uhr das Ergebnis des Hip-Hop-Videoworkshops präsentiert. In Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule haben Jugendliche ihr eigenes Musikvideo gedreht. Sie holten sich Inspirationen in unserer Ausstellung, tanzten für das Projekt und bearbeiteten anschließend das gefilmte Material.
Als Abschluss des Tages findet um 20 Uhr ein Filmabend statt. Unter dem Titel „I know you well. Well enough to fear you“ haben Claudia Emmert, Leiterin des Kunstpalais, und Simone Neuenschwander, Direktorin vom Kunstverein Nürnberg, ein Programm zusammengestellt. Gezeigt werden Filme von den Künstlern Bas Jan Ader, Susanne Bürner, Oliver Laric, Jeremy Shaw, Hito Steyerl und Erwin Wurm.

Nach dem Ende von „Affekte“ in Erlangen zieht die Ausstellung weiter ins Gemeentemuseum nach Helmond in den Niederlanden und anschließend nach Belgien ins Cultuurcentrum Mechelen. Dort könnt ihr viele Werke, die ihr hier im Kunstpalais bereits kennen gelernt habt, noch einmal mit anderer Schwerpunktsetzung erleben.

Plakat Ausstellung RE: COLLECT

Plakat Ausstellung “RE: COLLECT”

Und bei uns geht es bereits Ende des Monats weiter: Die neue Ausstellung „RE: COLLECT“ steht in den Startlöchern. Am 27. Juni findet um 19 Uhr die Eröffnung statt. Danach könnt ihr die Ausstellung mit Werken aus der Städtischen Sammlung Erlangen bis zum 31. August besuchen. Auch hierzu haben wir wieder ein spannendes Begleitprogramm mit Workshops, Führungen und Veranstaltungen für euch gestaltet. Weitere Informationen zum Programm findet ihr auch auf unserer Website.

Bis bald im Kunstpalais!

Das war der Internationale Museumstag im Kunstpalais

Vergangenen Sonntag öffneten wir zum Internationalen Museumstag unsere Türen für euch. Der ganze Tag war vollgepackt mit allerlei Veranstaltungen.

Los ging es vormittags mit dem Workshop „Bau dir dein eigenes Musikinstrument“ für Kinder. Es wurde gesägt, geklebt und gebohrt. Aus einer Vielzahl von Materialien entstanden dann kleine klingende Kunstwerke, die sie mit nach Hause nehmen konnten. Man glaubt gar nicht, was alles Musik machen kann. Von selbstgebauten Rasseln, über Trommeln bis hin zur Panflöte war alles dabei.

Auch dieses Jahr waren wieder die Schülerinnen und Schüler der Realschule am Europakanal beim Internationalen Museumstag dabei: Sie präsentierten ihr Audiowalkprojekt und sprachen mit den Kunstvermittlern Susanna Wolf und Benjamin Zimmermann über ihre Erfahrungen bei der Gestaltung des Audioguides für Jugendliche, den sie zur aktuellen Ausstellung Affekte entwickelt haben. Jede Gruppe behandelte ein Kunstwerk und stellte dazu einen Beitrag zusammen, den das Publikum dann auch anhören konnte. Wenn ihr die Präsentation verpasst habt, ist das zwar sehr schade, aber ihr könnt euch die Ergebnisse trotzdem anhören: Leiht euch einfach kostenlos den Audioguide für Jugendliche beim nächsten Ausstellungsbesuch aus.

Am Nachmittag wurde es wissenschaftlich. Die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe „Form und Emotion“ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz war zu Gast. Unter der Leitung von Dr. Kerstin Thomas stellten die jungen Wissenschaftlerinnen ihre Forschungsprojekte vor. Danach ging es mit ihnen gemeinsam zur Diskussion in die Ausstellung.

Es gab viele interessante Ansatzpunkte, um über die Kunstwerke in der Ausstellung zu diskutieren:
Springen Affekte auf uns über? Was verändert sich beim Betrachter, wenn er bestimmte Informationen zu den Ausstellungsstücken bekommt? Unterscheidet sich der Konsens über Affekte und Emotionen je nach gesellschaftlichem, nationalem oderreligiösem Kontext der Betrachter?
Eine weitere interessante Frage war die nach dem Zusammenhang von Echtheit, Affekten und Emotionen. Bewerten wir die Dinge anders, wenn man weiß, dass die gezeigten Affekte nicht authentisch sind, sondern Affektinszenierungen? Über solche Aspekte wurde an verschiedenen Stationen der Ausstellung zusammen mit den Teilnehmern rege diskutiert.

Am Abend präsentierten Studierende der Friedrich-Alexander-Universität das Re-enactment-Projekt „The Battle of Orgreave“ von Jeremy Deller.
Im Juni 1984 kam es in Orgreave (England) zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen streikenden Bergarbeitern und der Polizei. 2001 brachte der britische Künstler Jeremy Deller knapp 1000 Menschen zusammen und veranstaltete ein Re-enactment der Geschehnisse dieses historischen Ereignisses. Re-enactment heißt übersetzt soviel wie Nachstellung oder Wiederaufführung. Dabei dreht sich alles um die Möglichkeit des emotionalen und körperlichen Nachempfindens eines konkreten Ereignisses in möglichst korrekter und authentischer Weise.

Die Studierenden inszenierten die Eröffnung einer Ausstellung über das Ereignis „Battle of Orgreave“. Sie zeigten filmische Ausschnitte des Re-enactments, zusammengeschnitten mit Originalberichten, und stellten „historische“ Gegenstände aus. Mit „Kamera“ und Mikrophon ausgestattet, gingen sie durch die Sitzreihen und interviewten die Zuschauer der „Ausstellungseröffnung“. Um einen stärkeren Eindruck von dem historischen Ereignis zu bekommen, konnten die Besucher sich außerdem über MP3 Player Originalstimmen anhören und in präparierten Tageszeitungen blättern, die angeblich tagesaktuell von der Schlacht berichteten.

Viele Besucher kamen aber nicht nur zu den angebotenen Veranstaltungen, sondern nutzen einfach die Gelegenheit zum kostenlosen Ausstellungsbesuch.

Es war wirklich einiges los bei uns im Kunstpalais am Internationalen Museumstag.

Ihr habt leider keine Zeit gehabt? Kein Problem! Auch in Zukunft lassen wir keine Langeweile aufkommen. Ein Besuch bei uns im Kunstpalais lohnt sich immer! Die aktuelle Ausstellung „Affekte“ läuft noch bis zum 8. Juni. Bis dahin gibt es jeden Mittwoch und Donnerstag interessante Vorträge. Die neusten Informationen zu unseren Veranstaltungen findet ihr natürlich auf unserer Internetseite und auf Facebook und Twitter.

Bis bald hoffentlich!

 

Der Internationale Museumstag im Kunstpalais

Karte IMTAm 18. Mai 2014 findet der 37. Internationale Museumstag statt. Das diesjährige Motto lautet: Sammeln verbindet – Museum collections make connections. Museen leisten einen wichtigen Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben. Um das zu zeigen, wurde der Internationale Museumstag ins Leben gerufen. Bundesweit beteiligen sich dieses Jahr über 1500 Museen und feiern dieses Ereignis.
 
Da darf das Kunstpalais in Erlangen natürlich auf keinen Fall fehlen. Die Vorbereitungen für diesen besonderen Tag laufen schon auf Hochtouren. Euch erwartet ein prall gefülltes Programm, bei dem definitiv für jeden etwas dabei ist. Alles dreht sich um die aktuelle Ausstellung Affekte. Die Türen sind von 10 bis 21 Uhr geöffnet und der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

Kunstpalais Erlangen Ausstellungsdoku Afekte Ausstellungeröffnung 3. April 2014

Ausstellungsansicht “Affekte”, Foto: Erich Malter

Kunstpalais Erlangen Ausstellungsdoku Afekte Ausstellungeröffnung 3. April 2014

Ausstellungsansicht “Affekte”, Foto: Erich Malter

 

 

 

 

 

 
Vormittags gibt es Angebote und Praxisworkshops für unsere jungen Besucher, zu denen ihr eure Kinder am besten gleich hier anmelden könnt. Im Musikinstrumentenworkshop bauen die Kinder ein eigenes Musikinstrument. Im Modellbau-Workshop: Kleine Sammler – Museum in a box werden Kinder und Jugendliche, passend zum Motto des Internationalen Museumstags, selbst zu Sammlern und begeben sich auf die Suche nach interessanten Objekten. Dabei lernen sie die Aufgaben eines Museums einmal aus der Nähe kennen.

Ihr wollt wissen wie der aktuelle Audioguide für Jugendliche zur Ausstellung Affekte entstanden ist? Dann kommt um 12 Uhr zur Präsentation des Audiowalkprojekts.

Audiowalkprojekt: Die Schüler bei der Arbeit im Tonstudio

Audiowalkprojekt: Die Schüler bei der Arbeit im Tonstudio

Audiowalkprojekt: Die Schüler beim Brainstorming für ihren Audioguide-Beitrag

Audiowalkprojekt: Die Schüler beim Brainstorming für ihren Audioguide-Beitrag

 

 

 

 

 

 

 
Ab 14 Uhr wird es wissenschaftlich. Im Science Slam Affekte stellt die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe Form und Emotion der Johannes Gutenberg-Universität Mainz für das Kunstpalais ihre Forschungsprojekte in kurzen und unterhaltsamen Präsentationen vor. Danach geht es gemeinsam in die Ausstellung, wo die Debatte weitergeht und ihr mit den Nachwuchsforschern ihre Thesen diskutieren könnt. Für besonders Eilige gibt es am Nachmittag Speedführungen durch die Ausstellung, bei denen ihr einen schnellen Überblick bekommt. Am Abend präsentieren Studierende der FAU Erlangen-Nürnberg das Re-enactment-Projekt The Battle of Orgreave von Jeremy Deller. Lasst Euch überraschen!

Zum Abschluss des Internationalen Museumstags im Kunstpalais findet um 20.30 Uhr eine affektgeladene Filmvorführung von Videos des in Berlin lebenden britischen Künstlers Clement Page statt.

Clement Page: Hold Your Breath 2010. Super 16mm transferred to HD & DVD, Black & White, 17 minutes, Dim's Variable, Video still, Courtesy of Sammlung Goetz, Munich.

Clement Page: Hold Your Breath 2010. Super 16mm transferred to HD & DVD, Black & White, 17 minutes, Dim’s Variable, Video still, Courtesy of Sammlung Goetz, Munich.

Wie man sieht: Es wird euch Einiges geboten. Der Internationale Museumstag ist eine gute Gelegenheit das Kunstpalais und seine Mitarbeiter kennenzulernen und die aktuelle Ausstellung Affekte zu besuchen. Schaut doch einfach mal vorbei!

Wir freuen uns auf euch!

Out Now: Der Katalog zur Ausstellung Freiheit!

Eine erfolgreiche Ausstellung braucht einen besonderen Katalog. Hier ist er, gerade erschienen und druckfrisch:

Key Visual_Katalog_Freiheit

International und interdisziplinär präsentiert sich der neu erschienene Katalog zur Gruppenausstellung Freiheit!, die im vergangenen Jahr im Kunstpalais stattfand. Beleuchtet wurde das Thema vor allem von einem außereuropäischen Standpunkt aus. Aufgrund des großen Besucheransturms ging die Ausstellung mit Ai Weiwei, Lars Ø. Ramberg und Artur Zmijewski u.a. sogar noch in die Verlängerung.

Die Künstlerinnen und Künstler kommen im Katalog auch selbst zu Wort: Mit Ina Neddermeyer, Jessica Ullrich und Sarah Lampe vom Kunstpalais sprachen sie über ihre Werke in der Ausstellung und ihre persönliche Haltung zum Thema Freiheit.
Freiheit ist nicht gleich Freiheit: Facettenreich wie das Thema zeigt sich nun auch der Katalog: Meinen wir alle dasselbe, wenn wir von Freiheit sprechen? Dieser Frage geht Kunstpalais-Direktorin Claudia Emmert in ihrem Beitrag „Freiheit, die ich meine – Freiheit zwischen gesellschaftlicher Norm und individuellem Wert“ nach.
Aus dem Blickwinkel unterschiedlicher Disziplinen beschäftigen sich die Professoren Heiner Bielefeldt, Michael Lackner, Georges Tamer, Andreas Feigenspan und Birgit Emich von der FAU Erlangen-Nürnberg und Dr. Andreas Jakob, Leiter des Stadtarchivs Erlangen, mit Freiheit in Gesellschaft, Religion, Geschichte und Hirnforschung.
Als besonderes Extra gibt es am Ende des Katalogs eine Schablone zum Ausklappen. Damit könnt ihr selbst kreativ werden und wortwörtlich Farbe bekennen.

Besprüht

Ab sofort ist der Katalog für 29,80€ im Museumsshop des Kunstpalais und online im Webshop erhältlich. Sichert euch Freiheit! am besten gleich heute!

Eintauchen… reloaded!

In dieser Woche herrschte im KunstpEintauchen reloadedalais das Chaos und zwar das kreative Chaos. In dem dreitägigen Ferienworkshop Eintauchen reloaded entwarfen und realisierten 14 Schülerinnen und Schüler verschiedenen Alters gemeinsam eine begehbare Mitmach-Klanginstallation. Mit von der Partie waren auch Eva Winter und Benjamin Zimmermann vom Team der Kunstvermittlung des Kunstpalais sowie Diego Sindbert von der Jugendkunstschule Erlangen.

Am ersten Tag wurde die ganze Truppe erst einmal durch die Ausstellung Affekte geführt, um sich mit Inspiration für die folgende Kreativphase zu versorgen. Sehr aufmerksam wurden die Kunstwerke, vor allem Videos, betrachtet und dabei überlegt, wie Gefühle und Affekte auch durch Klang und Geräusche gesteuert werden können.

Danach wurde der Kunstvermittlungsraum in Beschlag genommen. Nach einigen Klangexperimenten begannen die Kinder und Jugendlichen eigene Ideen in die Tat umzusetzen:Eintauchen reloaded1

Anfangs entwarfen sie fantasievolle Masken, die später als Kostümierung für einen Videodreh genutzt werden sollten. Dabei entstanden die verrücktesten Formen und Farbmuster. Dann ging es an den Bau eines großen Zelts, in das individuell gestaltete „Mini-Museumsräume“ aus Kartonboxen integriert werden sollten. Holzlatten wurden gesägt und verschraubt, Stoffe geschnitten und getackert. Sogar ein Stück Kunstrasen kam dabei zum Einsatz. Parallel arbeiteten andere Kinder an ihren Boxen. Diese wurden bemalt, beklebt und mit den unterschiedlichsten Klangelementen befüllt. Als die letzten Perlen angebracht und der letzte Farbtupfer getrocknet war, wurde die gesamte Installation im Innenhof des Kunstpalais aufgebaut.

Der Aufwand hat sich gelohnt: Es ist ein richtig cooles Kunstwerk entstanden.

Ein längerfristiger Ausstellungsort solEintauchen reloaded2l jedoch die Jugendkunstschule sein. So war dann auch ein Highlight des Projekts der gemeinsame Transport des Kunstwerks durch die Innenstadt von Erlangen vom Kunstpalais zur Jugendkunstschule. Die Gruppe machte aus dem Gang durch die Erlanger Innenstadt mit den Einzelteilen des Zelts eine regelrechte Performance: Sie verkleideten sich mit ihren selbstgebastelten Masken und weißen Maleranzügen. Damit war ihnen die ungeteilte AufmerksaEintauchen reloaded3mkeit der Passanten sicher. Dabei ließen sich sowohl bei den Zuschauern als auch bei den Teilnehmern die unterschiedlichsten Affekte ließen beobachten. Die gesamte Kunst-Prozession wurde gefilmt und als eigenes kleines Videokunstwerk in die Mitmachklanginstallation integriert.

Bestimmt wollt Ihr Euch das Ganze jetzt auch selber einmal anschauen und vor allem ausprobieren! Die Installation wird am 8. Mai 2014 um 15 Uhr in der Jugendkunstschule Erlangen feierlich präsentiert und bleibt dort noch einige Wochen öffentlich ausgestellt. Viel Spaß!

Eine Aktion im Kontext von MuseobilBox. Museum zum Selbermachen, einem Projekt des Bundesverbandes Museumspädagogik e.V. im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

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Let’s slam!

Der 1. Poetry Slam im Kunstpalais
Samstag, 26. April 2014 | Beginn 20 Uhr, Einlass 19 Uhr

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Wir holen das gesprochene Wort ins Kunstpalais!
Laut, leise, tragisch und komisch rezitieren Poetry Slammer ihre Texte. Voller Affekte steckt jedoch nicht nur die Perfomance, auch ihr dürft aus dem Affekt heraus entscheiden, wer euch am besten gefallen hat.

Neben den Slammern tritt die geballte Ladung Affekte, verkörpert durch die HipHop-Band Mihalys Theorie, auf die Bühne  und bereichtert den Abend musikalisch. Die Band hat schon als Support für Moop Mama und auf dem Chiemsee Reggae Summer gespielt und wird euch ordentlich einheizen!

 

Der Perfomance Poet Lucas Fassnacht, der auch den Slam im E-Werk moderiert, führt euch durch den Abend.

Eintritt: 6 €, ermäßigt 4 €
VVK im Kunstpalais und AK

Biedermann und Brandstifter – Die Studiobühne zu Gast im Kunstpalais

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Biedermann hat sich in seinem Leben nichts vorzuwerfen, das zumindest denkt er. “Ein Lehrstück ohne Lehre” war der Untertitel den Max Frisch seinem Stück gab.

Biedermann scheint zu wissen, was  er sich da in sein Haus holt und tut es trotzdem, fast schon aus Trotz gegen seinem Instinkt oder der Panikmache von außen. Er wiegt sich in der Sicherheit, dass bei ihm zu Hause, mit seiner Art zu leben ihm nichts Böses passieren kann. Ist Biedermann naiv oder einfach nur arrogant?

“Der, um zu wissen, was droht, Zeitungen liest, täglich zum Frühstück entrüstet über ein fernes Ereignis, täglich beliefert mit Deutung, die ihm das eigene Sinnen erspart, täglich erfahrend, was gestern geschah, schwerlich durchschaut er, was eben geschieht unter dem eigenem Dach.”

Regie: Mirjam Novak

Darsteller: Timo Sestu, Kristin Werner, Patrick Vogel, Martin Seeburg, Sylvia Krüger, Karina Hille, Tetyana Tryhub, Kathrin Ledina, Thomas Jakob, Nadine Raddatz, Laura Kotzur und Matthias Zollitsch

11.04. um 20 Uhr; 12./13./27.04. um 18:30 im Kunstpalais
Eintritt 8 € regulär/6 € ermäßigt – zur Kartenreservierung

Keine Zeit zum Ausruhen…

In den vergangenen zwei Monaten konnte man bei uns im Kunstpalais in der Ausstellung Radical Beauty die radikale Schönheit von Almut Lindes Werken bewundern. Wie das Presseecho zeigt, war die Ausstellung ein voller Erfolg. Sogar die Süddeutsche Zeitung berichtete mit einer umfangreichen Fotostrecke darüber.

Kunstpalais Erlangen Ausstellung

Eines der Highlights im Begleitprogramm zur Ausstellung war das Künstlergespräch mit Almut Linde, bei dem man die Möglichkeit hatte einen Einblick rund um ihre Arbeit und die Hintergründe ihrer Kunst zu gewinnen. Im Rahmen unserer Workshop-Reihe konnte man außerdem sein Körperbewusstsein unter Beweis stellen und – von Almut Lindes Fotografien inspiriert – eigene One-minute-sculptures erschaffen. Im Fotografieworkshop ganz schön hässlich entstanden, im wahrsten Sinne des Wortes, schrecklich schöne Bilder und beim Malen unter dem Motto Another beauty konnte man eigene Kunstwerke mit nicht ganz so alltäglichen Mitteln wie Roter Bete oder Tintenfischtinte kreieren. Bei so viel Action verging die Zeit wie im Flug. Letzte Woche ging die Ausstellung zu Ende.

Im Künstlergespräch mit Almut Linde

Im Künstlergespräch mit Almut Linde

Doch zum Verschnaufen bleibt keine Zeit, denn es geht turbulent weiter. Die Vorbereitungen für die Ausstellung Affekte laufen schon seit Monaten auf Hochtouren. Am 3.4. ist es dann endlich soweit und der Startschuss für Affekte fällt. In der Ausstellung setzen sich 11 Künstler aus 7 verschiedenen Ländern mit der Darstellung von Affekten in zeitgenössischer Kunst auseinander. So viel kann verraten werden: Es wird schrill, bunt, laut und actionreich.

Key Visual_Affekte

Im Rahmen der Ausstellung haben wir natürlich ein genauso buntes und breitgefächertes Begleitprogramm parat. Da ist für jeden Geschmack was dabei. Langweilig wird es also garantiert nicht.

Die besonders Wissbegierigen unter euch dürfen sich unsere wissenschaftliche Vortragsreihe keinesfalls entgehen lassen. Jede Woche werden wir renommierte Akademiker aus ganz Deutschland zu Gast haben, die das Thema Affekte aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchten. Und das Ganze ist auch noch kostenlos.

Auch für Film- und Theaterfreunde gibt es viel zu sehen. Bei Aufführungen des Stückes Biedermann und die Brandstifter von der Studiobühne Erlangen, Filmvorführungen von Mandela – Der lange Weg zur Freiheit im E-Werk Kino oder dem Filmabend I know you well. Well enough to fear you kommt sicher jeder auf seine Kosten. Wer lieber was fürs Ohr möchte, sollte unsere Konzert- und Musikabende nicht verpassen.

Eines der vielen Highlights unseres Programms zu Affekte wird sicher der Palais Slam, der erste Poetry Slam hier im Kunstpalais. Neben der vollen Ladung geballter Poesie gibt’s dazu noch Live-Musik der Hip-Hop Band Mihalys Theorie.

Zum Schluss noch ein besonderer Tipp: Den Internationalen Museumstag am 18. Mai werden wir hier im Kunstpalais auch gebührend feiern. Und zwar mit vielen interessanten Aktionen und Events, die den ganzen Tag über stattfinden werden.

Ihr seht, wir haben viel vor, aber das war noch längst nicht alles :) Neugierig? Dann holt euch weitere Infos hier oder kommt vorbei und schaut es euch selbst an!

Wir freuen uns auf euch!

Jugendliche auf der Suche nach “Radikaler Schönheit” in Erlangen: Ein Fotografieworkshop im Kunstpalais

MuelleimerEine Gruppe von Jugendlichen der Jakob-Herz-Schule, Staatliche Schule für Kranke war über mehrere Wochen zu Besuch im Kunstpalais. Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Kunstvermittler Benjamin Zimmermann intensiv mit Almut Lindes Ausstellung „Radical Beauty“ beschäftigt hatten, gingen sie im praktischen Teil selbst auf die Suche nach „Radikaler Schönheit“ im Erlanger Stadtraum.

Beim ersten Treffen gab es einen Fotografieworkshop unter dem Titel „Ganz schön hässlich“. In Kleingruppen erforschten die Jugendlichen mit Kameras die nähere Umgebung des Kunstpalais und fotografierten Mülltonnen, Schlammpfützen, Baustellen und verschmutzte Stromkästen. Dabei versuchten sie diesen „hässlichen“ Motiven etwas Schönes abzugewinnen und haben so  kuriose Szenerien wie einen umgeworfenen Verkehrskegel oder ein eigenartiges Objekt neben einer Mülltonne entdeckt.

Kegel

Beim zweiten Workshop standen Installationen der Künstlerin im Vordergrund. Ausgehend von Almut Lindes Rechtecken aus Kohle und Blaukorn und ihrem Konzept des “Dirty Minimal” beschäftigten sich die Jugendlichen mit Land-Art-Künstlern wie Richard Long, lernten aber auch Arbeiten von Street-Art-Künstlern kennen. Anschließend entwickelten die Schülerinnen und Schüler eigene Konzepte für Arbeiten im Stadtraum. Mit einfachen Materialien setzten sie ihre Ideen in Kleingruppen um und fotografierten sie:

FighterFischPflanze

Almut Lindes Video-Arbeiten waren das Thema des letzten Workshops. Ähnlich wie in ihrem einminütigen Film „Stillness“ sollten die Jugendlichen kurze Videos erstellen, die sich auch als Endlosschleife präsentieren lassen. Auch hier ging es wieder um den Begriff Schönheit, in diesem Fall jedoch um Schönheit im Verborgenen. Dabei filmten sie im Wind wehende Federn, das Schattenspiel eines Baums, eine Rolltreppe im Kaufhaus und ein zitterndes Absperrband.

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Ein spannendes Projekt mit tollen Ergebnissen. Das Team des Kunstpalais gratuliert zu den im Workshop entstandenen Arbeiten!

One Minute Sculpture – Mein Körper als Kunstwerk

OneMinuteSculpture4Künstlerisch tätig werden ganz ohne Pinsel, Baumaterial oder andere Hilfsmittel?

Almut Linde schafft mit ihren beeindruckenden Aufnahmen von Artisten „radikal schöne“ Verbindungen von Statik und Lebendigkeit, die sie im Moment vermeintlicher Perfektion auf großformatigen Fotos festhält. Doch auch wir müssen keine ausgebildeten Spitzensportler sein, um ähnliche Ideen umzusetzen, sondern nur die Grenzen unseres Bewegungsspielraums ausloten.

DaOneMinuteSculpture3s bewiesen auch sechs Grundschüler und -schülerinnen der Jakob-Herz-Schule, Staatliche Schule für Kranke, in einem zweistündigen Workshop unter der Leitung von Anne Stabe. Nachdem wir uns vom „Scheitel bis zur Sohle“ aufgewärmt, gebogen, gestreckt und verdreht hatten, verformten wir uns gegenseitig wie Marionetten oder schlossen uns zu großen Gruppenbildern zusammen. Mit vielen Ideen im Kopf ging es wieder zurück in den Ausstellungsraum, wo die Körperskulpturen perfektioniert, in Stellung gebracht und im Moment höchster Vollendung mit Kameras festgehalten wurden. Hier schlug die Kreativität auch schon mal Purzelbäume (im wahrsten Sinne des Wortes), stellte sich die Welt auf den Kopf oder drehte sich um 180° – und Körper wurden zu faszinierenden Kunstwerken.

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