…und Action!

SAM_2781Noch keine Idee was du in den Herbstferien machen sollst? Wie wäre es mit einem Videoworkshop im Kunstpalais? Begleitend zur aktuellen Ausstellung Reynold Reynolds: Six or Seven Pieces bietet das Kunstpalais am 28. und 29. Oktober, 10 – 15 Uhr, und am 30. Oktober, 10 – 13 Uhr, einen Videoworkshop für Jugendliche von 12 bis 16 Jahre an. In einem Ausstellungsrundgang erhaltet ihr zunächst einen Überblick über das Werk des amerikanischen Filmkünstlers Reynold Reynolds. Ihr erfahrt, wie aus einzelnen Aufnahmen ein zusammenhängender Film entsteht, der eine Geschichte erzählt. Außerdem lernt ihr verschiedene filmtechnische Gestaltungsmittel und Tricks kennen, mit denen Filmemacher arbeiten. Im anschließenden praktischen Teil entsteht unter professioneller Anleitung euer eigener Film: Drehbuch, Schauspieler Kameraführung, Kulissen und Requisiten bestimmt ihr selbst! Das Ergebnis gibt es selbstverständlich als DVD zum Mitnehmen nach Hause!

Anmeldungen sind ab sofort unter 09131 86-2621 oder sarah.lampe@stadt.erlangen.de möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt 20 € zzgl. 5 € Materialkosten.

Das war der Internationale Museumstag im Kunstpalais

Vergangenen Sonntag öffneten wir zum Internationalen Museumstag unsere Türen für euch. Der ganze Tag war vollgepackt mit allerlei Veranstaltungen.

Los ging es vormittags mit dem Workshop „Bau dir dein eigenes Musikinstrument“ für Kinder. Es wurde gesägt, geklebt und gebohrt. Aus einer Vielzahl von Materialien entstanden dann kleine klingende Kunstwerke, die sie mit nach Hause nehmen konnten. Man glaubt gar nicht, was alles Musik machen kann. Von selbstgebauten Rasseln, über Trommeln bis hin zur Panflöte war alles dabei.

Auch dieses Jahr waren wieder die Schülerinnen und Schüler der Realschule am Europakanal beim Internationalen Museumstag dabei: Sie präsentierten ihr Audiowalkprojekt und sprachen mit den Kunstvermittlern Susanna Wolf und Benjamin Zimmermann über ihre Erfahrungen bei der Gestaltung des Audioguides für Jugendliche, den sie zur aktuellen Ausstellung Affekte entwickelt haben. Jede Gruppe behandelte ein Kunstwerk und stellte dazu einen Beitrag zusammen, den das Publikum dann auch anhören konnte. Wenn ihr die Präsentation verpasst habt, ist das zwar sehr schade, aber ihr könnt euch die Ergebnisse trotzdem anhören: Leiht euch einfach kostenlos den Audioguide für Jugendliche beim nächsten Ausstellungsbesuch aus.

Am Nachmittag wurde es wissenschaftlich. Die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe „Form und Emotion“ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz war zu Gast. Unter der Leitung von Dr. Kerstin Thomas stellten die jungen Wissenschaftlerinnen ihre Forschungsprojekte vor. Danach ging es mit ihnen gemeinsam zur Diskussion in die Ausstellung.

Es gab viele interessante Ansatzpunkte, um über die Kunstwerke in der Ausstellung zu diskutieren:
Springen Affekte auf uns über? Was verändert sich beim Betrachter, wenn er bestimmte Informationen zu den Ausstellungsstücken bekommt? Unterscheidet sich der Konsens über Affekte und Emotionen je nach gesellschaftlichem, nationalem oderreligiösem Kontext der Betrachter?
Eine weitere interessante Frage war die nach dem Zusammenhang von Echtheit, Affekten und Emotionen. Bewerten wir die Dinge anders, wenn man weiß, dass die gezeigten Affekte nicht authentisch sind, sondern Affektinszenierungen? Über solche Aspekte wurde an verschiedenen Stationen der Ausstellung zusammen mit den Teilnehmern rege diskutiert.

Am Abend präsentierten Studierende der Friedrich-Alexander-Universität das Re-enactment-Projekt „The Battle of Orgreave“ von Jeremy Deller.
Im Juni 1984 kam es in Orgreave (England) zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen streikenden Bergarbeitern und der Polizei. 2001 brachte der britische Künstler Jeremy Deller knapp 1000 Menschen zusammen und veranstaltete ein Re-enactment der Geschehnisse dieses historischen Ereignisses. Re-enactment heißt übersetzt soviel wie Nachstellung oder Wiederaufführung. Dabei dreht sich alles um die Möglichkeit des emotionalen und körperlichen Nachempfindens eines konkreten Ereignisses in möglichst korrekter und authentischer Weise.

Die Studierenden inszenierten die Eröffnung einer Ausstellung über das Ereignis „Battle of Orgreave“. Sie zeigten filmische Ausschnitte des Re-enactments, zusammengeschnitten mit Originalberichten, und stellten „historische“ Gegenstände aus. Mit „Kamera“ und Mikrophon ausgestattet, gingen sie durch die Sitzreihen und interviewten die Zuschauer der „Ausstellungseröffnung“. Um einen stärkeren Eindruck von dem historischen Ereignis zu bekommen, konnten die Besucher sich außerdem über MP3 Player Originalstimmen anhören und in präparierten Tageszeitungen blättern, die angeblich tagesaktuell von der Schlacht berichteten.

Viele Besucher kamen aber nicht nur zu den angebotenen Veranstaltungen, sondern nutzen einfach die Gelegenheit zum kostenlosen Ausstellungsbesuch.

Es war wirklich einiges los bei uns im Kunstpalais am Internationalen Museumstag.

Ihr habt leider keine Zeit gehabt? Kein Problem! Auch in Zukunft lassen wir keine Langeweile aufkommen. Ein Besuch bei uns im Kunstpalais lohnt sich immer! Die aktuelle Ausstellung „Affekte“ läuft noch bis zum 8. Juni. Bis dahin gibt es jeden Mittwoch und Donnerstag interessante Vorträge. Die neusten Informationen zu unseren Veranstaltungen findet ihr natürlich auf unserer Internetseite und auf Facebook und Twitter.

Bis bald hoffentlich!

 

Der Internationale Museumstag im Kunstpalais

Karte IMTAm 18. Mai 2014 findet der 37. Internationale Museumstag statt. Das diesjährige Motto lautet: Sammeln verbindet – Museum collections make connections. Museen leisten einen wichtigen Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben. Um das zu zeigen, wurde der Internationale Museumstag ins Leben gerufen. Bundesweit beteiligen sich dieses Jahr über 1500 Museen und feiern dieses Ereignis.
 
Da darf das Kunstpalais in Erlangen natürlich auf keinen Fall fehlen. Die Vorbereitungen für diesen besonderen Tag laufen schon auf Hochtouren. Euch erwartet ein prall gefülltes Programm, bei dem definitiv für jeden etwas dabei ist. Alles dreht sich um die aktuelle Ausstellung Affekte. Die Türen sind von 10 bis 21 Uhr geöffnet und der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

Kunstpalais Erlangen Ausstellungsdoku Afekte Ausstellungeröffnung 3. April 2014

Ausstellungsansicht “Affekte”, Foto: Erich Malter

Kunstpalais Erlangen Ausstellungsdoku Afekte Ausstellungeröffnung 3. April 2014

Ausstellungsansicht “Affekte”, Foto: Erich Malter

 

 

 

 

 

 
Vormittags gibt es Angebote und Praxisworkshops für unsere jungen Besucher, zu denen ihr eure Kinder am besten gleich hier anmelden könnt. Im Musikinstrumentenworkshop bauen die Kinder ein eigenes Musikinstrument. Im Modellbau-Workshop: Kleine Sammler – Museum in a box werden Kinder und Jugendliche, passend zum Motto des Internationalen Museumstags, selbst zu Sammlern und begeben sich auf die Suche nach interessanten Objekten. Dabei lernen sie die Aufgaben eines Museums einmal aus der Nähe kennen.

Ihr wollt wissen wie der aktuelle Audioguide für Jugendliche zur Ausstellung Affekte entstanden ist? Dann kommt um 12 Uhr zur Präsentation des Audiowalkprojekts.

Audiowalkprojekt: Die Schüler bei der Arbeit im Tonstudio

Audiowalkprojekt: Die Schüler bei der Arbeit im Tonstudio

Audiowalkprojekt: Die Schüler beim Brainstorming für ihren Audioguide-Beitrag

Audiowalkprojekt: Die Schüler beim Brainstorming für ihren Audioguide-Beitrag

 

 

 

 

 

 

 
Ab 14 Uhr wird es wissenschaftlich. Im Science Slam Affekte stellt die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe Form und Emotion der Johannes Gutenberg-Universität Mainz für das Kunstpalais ihre Forschungsprojekte in kurzen und unterhaltsamen Präsentationen vor. Danach geht es gemeinsam in die Ausstellung, wo die Debatte weitergeht und ihr mit den Nachwuchsforschern ihre Thesen diskutieren könnt. Für besonders Eilige gibt es am Nachmittag Speedführungen durch die Ausstellung, bei denen ihr einen schnellen Überblick bekommt. Am Abend präsentieren Studierende der FAU Erlangen-Nürnberg das Re-enactment-Projekt The Battle of Orgreave von Jeremy Deller. Lasst Euch überraschen!

Zum Abschluss des Internationalen Museumstags im Kunstpalais findet um 20.30 Uhr eine affektgeladene Filmvorführung von Videos des in Berlin lebenden britischen Künstlers Clement Page statt.

Clement Page: Hold Your Breath 2010. Super 16mm transferred to HD & DVD, Black & White, 17 minutes, Dim's Variable, Video still, Courtesy of Sammlung Goetz, Munich.

Clement Page: Hold Your Breath 2010. Super 16mm transferred to HD & DVD, Black & White, 17 minutes, Dim’s Variable, Video still, Courtesy of Sammlung Goetz, Munich.

Wie man sieht: Es wird euch Einiges geboten. Der Internationale Museumstag ist eine gute Gelegenheit das Kunstpalais und seine Mitarbeiter kennenzulernen und die aktuelle Ausstellung Affekte zu besuchen. Schaut doch einfach mal vorbei!

Wir freuen uns auf euch!

Jetzt kriegt ihr was zu hören!

Der AFFEKTE! Audiowalk – Ein Projekt von Jugendlichen für Jugendliche im Kunstpalais

Da hatten sich die Schülerinnen und Schüler der Realschule am Europakanal mal wieder viel vorgenommen, als sie sich entschieden auch in diesem Jahr zusammen mit dem Kunstpalais in ein neues Projekt zu starten. Nachdem die Klasse schon 2013 einen Radiobeitrag zur Ausstellung Freiheit! produzierte, wagten sie sich nun an die neue Herausforderung einen Audiowalk zu Affekte für ein junges Publikum zu erstellen. Unterstützt wurden sie dabei von unseren Kunstvermittlern Benjamin Zimmermann und Susanna Wolf, die ihnen mit Rat und Tat zu Seite standen, sowie von engagierten Studentinnen und Studenten der Uni Erlangen, die im Rahmen eines Workshops mit der Klasse zusammenarbeiteten. Außerdem wurde das Projekt durch den Kinderfond der Bürgerstiftung Erlangen gefördert.

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Als Startpunkt ihres Projekts besuchte die Klasse zusammen das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg um erst mal herauszufinden, was ein Audioguide überhaupt ist und wie so etwas genutzt werden kann. Nach dieser Erfahrung konnten sie dann richtig loslegen.

In einer Führung durch die Ausstellung Affekte mit Jessica Ullrich und der Kuratorin Claudia Emmert persönlich hatten die Schülerinnen und Schüler zunächst die Möglichkeit, alle Fragen zu Werken und Künstlern loszuwerden, um danach in einer Brainstorming-Session ein Konzept für einen Beitrag für den Audioguide zu entwickeln. Es wurde getextet, Interviews geführt und eine Menge Material gesammelt. Sie konzentrierten sich dabei gruppenweise auf jeweils ein Kunstwerk der Ausstellung.

An den zwei darauf folgenden Projekttagen wurde dann im Tonstudio der Philosophischen Fakultät und im Kunstpalais auf Hochtouren produziert. Vormittags entwarfen und bastelten die einzelnen Gruppen ein Plakat, das ihr Projekt auf visueller Ebene repräsentieren sollte. Im Aufnahmestudio wurden fleißig Texte eingesprochen, O-Töne eingespielt oder Begleitmusik ausgewählt. Die Gruppen realisierten dabei die unterschiedlichsten Ideen. Beim Schneiden und Zusammenfügen der Aufnahmen war besondere Konzentration gefragt, oft mussten einzelne Stellen überarbeitet oder geändert werden. Es sollte ja schließlich perfekt werden. Zum Schluss wurde alles zu einem fertigen Audiowalk-Beitrag zusammengefügt. Das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen!

Die Schüler bei der Arbeit im Tonstudio

Die Schüler bei der Arbeit im Tonstudio

Die Jugendlichen lassen uns an ihren Sichtweisen und Meinungen zum Thema Affekte und zu den einzelnen Werken teilhaben. Auch der Entertainment-Faktor kommt nicht zu kurz.

Also, sperrt die Ohren auf, ab sofort kann man den etwas anderen Audiowalk im Kunstpalais ausleihen und damit die Ausstellung erkunden. Und falls ihr die Produzenten mal persönlich kennen lernen wollt: Am 18. Mai, dem Internationalen Museumstag, wird das gesamte Projekt Audiowalk im Kunstpalais öffentlich präsentiert. Ihr dürft gespannt sein!

EINTAUCHEN in die Kunst – Eine Mitmachklanginstallation im Kunstpalais

PapierfädenIn einem 5-tägigen Sommerferienworkshop experimentierten Schüler verschiedener Altersstufen im Kunstpalais. Gemeinsam erkundeten, planten, schnitten, klebten, rechneten, sägten, bohrten, schraubten, verzierten, zeichneten und malten sie.

Zu Beginn der Workshopwoche führte Jessica Ullrich, im Kunstpalais zuständig für die Kunstvermittlung, die Teilnehmer durch die aktuelle Ausstellung Walking Beside Time der dänischen Künstlerin Kirstine Roepstorff. Im Obergeschoss erklärte sie den Schülern das Konzept und die Arbeitsweise der Künstlerin, die u.a. mit großformatigen Collagen, verschiedenfarbigen transparenten Vorhängen und einer Auswahl wertvoller Steine aus verschiedenen Ländern einen Gang durch Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart inszeniert. Im Untergeschoß standen dann Roepstorffs Messingobjekte, die sich künstlerisch mit dem Thema Klang auseinandersetzen im Fokus der Führung. In ihren Collagen und Skulpturen arbeitet Roepstorff mit wiederkehrenden Formen und Materialien: Eine wellenartige Fom etwa symbolisiert ihre Vorstellung eines sehr alten Ur-Klangs.

IMG_4475Nach der Führung entwarfen die Schüler erste Skizzen für das große Sommerferienprojekt, das in dieser Woche entstehen sollte. Mit der Vorgabe, das einige Kisten aus Pappe, die sogenannten MuseobilBoxen, verbaut werden sollten, entstand die Idee, ein hölzernes Hausgerüst zu bauen, das die einzelnen Boxen miteinander verbindet. Außerdem sollten in das Haus Licht und Klangelemente einziehen. Stoffe, Schmuck, Perlen, Papiere, Mosaik standen zur Gestaltung der Boxen bereit. Einkaufslisten wurden geschrieben und ab ging es in den Baumarkt!

Unzählige Holzlatten wurden für das Gerüst des Hauses ausgemessen, gesägt, gebohrt und geschraubt. Dem gängigen Klischee entsprechend waren vor allem die Jungs mit großer Begeisterung bei den Arbeiten mit den Bohrmaschinen dabei. Aber auch die Mädels beteiligten sich tatkräfitg. Nach und nach entstanden immer mehr Ideen: Was wäre ein Haus beispielsweise ohne einen Kamin? Und dann durfte natürlich auch das Kaminrohr und der zugehörige Ofen nicht fehlen.

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Mit großer Ausdauer und wachsender Begeisterung arbeiteten die Teilnehmer am Holzhaus und ihren einzelnen Kleinprojekten, den MuseobilBoxen. Angeleitet von den Kunstvermittlern Cosima Bauer, Eva Winter, Benjamin Zimmermann und Diego Sindbert entstanden in der Woche viele kleine Kunstwerke, die am Ende zur großen Raumcollage im Innenhof des Kunstpalais zusammengesetzt wurden.

Anklänge an Roepstorffs Konzept der Raumcollage fanden sich genauso wieder, wie die Arbeit mit Materialien aus dem Alltag. Auch formal tauchte einiges wieder auf, das in der Ausstellung zu sehen war, wie die kostbar wirkenden, abstrakten Formen, die an dünnen Fäden hängen und Assoziationen an Klänge hervorrufen. Das Eintauchen in neue Welten, wie in Kirstine Roepstorffs Ausstellung das Eintauchen in vergangene Zeiten, Unterwasserwelten oder kosmische Sphärenklänge, wurde hier ergänzt durch ein Angebot zum Eintauchen in die Vorstellungswelt von 12 Kindern und Jugendlichen.

Die vielen individuellen Projekte ergaben am Ende ein großes Ganzes und bildeten eine phantasievolle Raumcollage. Das Motiv des Hauses, in dem zwar jeder Bewohner sein eigenes Zimmer nach seinen Wünschen gestalten kann, aber dennoch in einer Gemeinschaft lebt, wurde hier mit viel Kreativität und Einfallsreichtum umgesetzt.

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Der Workshop „Eintauchen“ wurde im Rahmen des Förderprogramms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung unterstützt. Die Mitmachklanginstallation ist in Kooperation des Kunstvermittlungsteams des Kunstpalais mit der Jugendkunstschule Erlangen, der Staatlichen Schule für Kranke und der Kinder- und Jugendabteilung für psychische Gesundheit des Universitätsklinikums Erlangen entstanden.

Das Ergebnis wurde am Samstag nach Ende des Workshops der Öffentlichkeit im Innenhof des Palais Stutterheim präsentiert. Zurzeit ist das Haus noch für einige Wochen im Frankenhof, Südliche Stadtmauerstraße 35 in Erlangen, zu bewundern.

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Jugend Kunst Schule Erlangen MuseobilBOX_mitBVMP_rgb

„Cooper“ – Ein Film über einen kleinen Mann mit großen Träumen

Entstanden im Rahmen des Workshops „Knetanimation“ mit Schülern (Josie, Lucas, Lukas, Lorenz,  Lisa, Ben und Luka) der Schule für Kranke unter der Leitung von Eva Winter

Mit großer Neugier und wachsamen Augen verfolgten die Schüler die Geschichte der sieben Emigranten, die der dänische Künstler Nikolaj Larsen in seinem Film „Promised Land“, die in der Ausstellung “Freiheit!” im Kunstpalais gezeigt wird, zu Wort kommen lässt. Was bedeutet für Mohammed, Jafar, Hasan, Camron, Khan, Reza und den erst drei Jahre alten Nima der Begriff Freiheit? Weshalb fliehen die Männer aus ihrer Heimat – warum lassen sie ihre Familien zurück – welche Gefahren nehmen sie in Kauf – was erhoffen sie sich von dem fremden Land, von dem sie schon so lange träumen und was ist ihr größter Wunsch?

Angeregt von der bewegenden Geschichte dieser Männer und den beeindruckenden Bildern, schufen die Kinder einen Stop-Motion-Film namens „Cooper“. Cooper ist ein kleiner Knetgummimann, der, in seiner Heimat unterdrückt, von einem Leben in Freiheit träumt. Mit großem Mut und unerschütterlichem Willen macht sich Cooper auf den Weg, um das Land seiner Träume zu finden.

Freiheit! Kreative Radiokunst von Jugendlichen für Jugendliche

Ein Projekt der Kunstvermittlung zur Ausstellung Freiheit!

Endlich! Nach vielen Vorbereitungen startete vor zwei Wochen die Praxisphase unseres großen Radioprojekts. Und wir sind noch immer mittendrin! Über 30 Jugendliche einer 8. Klasse der Realschule am Europakanal Erlangen produzieren bis Mitte Mai zusammen mit der Kunstvermittlung des Kunstpalais und den Redakteurinnen von unimax, der Studentenradioshow auf afk max und bit eXpress, einen Radiobeitrag zum Thema Freiheit.

Das Ergebnis wird am 12. Mai 2013, 15 Uhr, im Rahmen des 36. Internationalen Museumstags im Kunstpalais präsentiert. Wir möchten euch hier daran teilhaben lassen, was die Jugendlichen bereits alles in ihrem Radioprojekt gemacht haben und was noch kommt. Seht und lest selbst!

Die Vorbereitungen
Seit einigen Wochen befassen sich die Jugendlichen im Unterricht intensiv mit dem Thema Freiheit. Einige Schülerinnen und Schüler nahmen Kontakt zur ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuung in Erlangen e.V. (EFIE) auf und interviewten Flüchtlinge zu ihrer Situation. Andere informierten sich über die Arbeit der Jugendvollzugsanstalt Erlangen.

Radiokunst-Beispiele aus der aktuellen Ausstellung 25 Jahre Kunstradio-Radiokunst der Weserburg und des Studienzentrums für Künstlerpublikationen Bremen vermittelten den Jugendlichen einen Einblick in die Vielfalt des künstlerischen Radiomachens.

Die Preview-Führung
Vor der offiziellen Ausstellungseröffnung Freiheit! durften die Jugendlichen das Kunstpalais ganz exklusiv in einer Preview-Führung mit Kunstpalais-Leiterin Claudia Emmert besuchen.

Ein Highlight war das partizipative Internetprojekt Weiweicam des weltweit bekannten Künstlers Ai Weiwei, das im Kunstpalais zum ersten Mal in einer Ausstellung präsentiert wird. Die Empörung war groß, als die Jugendlichen erfuhren, dass der Künstler 2011 aufgrund angeblicher Steuerhinterziehung für 81 Tage inhaftiert wurde, bis heute nicht aus Peking ausreisen darf sowie unter ständiger Überwachung durch die chinesische Regierung steht. Einige Schülerinnen und Schüler entschlossen sich zu einer spontanen Solidaritätsbekundung im Kunstpalais (siehe Fotoalbum).

Die Projekttage
Am ersten Tag lernten die Jugendlichen von der leitenden unimax-Redakteurin Susanna Wolf, wie ein Radiobeitrag aufgebaut sein sollte, um interessant und spannend auf den Zuhörer zu wirken. Die Medienpädagogin Rosalin Hertrich vermittelte anschließend in einem praktischen Stimmtraining, wie man einen Text in verschiedenen Gefühlslagen vortragen kann und sich nicht dauernd verspricht!

Nach einer technischen Einweisung in die Aufnahmegeräte teilte sich die Schulklasse in Gruppen auf und feilte an ihren Konzepten für ihre akustischen Beiträge. Dann zogen sie los, um Aufnahmen in der Ausstellung Freiheit! zu machen, Befragungen in der Fußgängerzone durchzuführen und um Claudia Emmert zum Konzept der Ausstellung zu interviewen.

Am nächsten Tag ging es in die professionellen Schnitträume des Instituts für Theater- und Medienwissenschaft (ITM) der FAU Erlangen-Nürnberg, in denen Benjamin Zimmermann und Susanna Wolf den Jungendlichen den Umgang mit dem Audioschnittprogramm erläuterte. Die anderen Gruppen verfassten ihre Moderationstexte und diskutierten, welche Freiheits-Songs in der Sendung auftauchen könnten.

Am Nachmittag bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler selbstständig ihre Rohaufnahmen an den Computer-Arbeitsplätzen, schnitten Dateien zusammen, verfremdeten und collagierten sie, passten unterschiedliche Lautstärken aneinander an und blendeten Störgeräusche aus.

Ende April werden die Jugendlichen ihren Aufnahmen den letzten Schliff geben und die Beiträge zu einer kompletten Radiosendung zusammenfügen.

Die Live-Sendung
Aufregend und spannend bleibt es bis zum Schluss: Die Moderationsgruppe wird ihre Texte am 12. Mai im bit-eXpress-Sendestudio des Frauenhofer IIS in Tennenlohe einsprechen! Ein wenig Aufregung ist natürlich auch dabei – es ist für alle Nachwuchs-Redakteure das erste Mal, live zu moderieren.

Also: Kommt am 12. Mai, 15 Uhr, vorbei und hört euch das Ergebnis auf dem 36. Internationalen Museumstag im Kunstpalais an! Wir freuen uns auf euch!

Der Beitrag wird außerdem als Podcast hier auf unserem Blog veröffentlicht. Ab dem 14. Mai und bis zum Ende der Ausstellung kann die Radiosendung auch auf einem ausleihbaren MP3-Player in der Ausstellung angehört werden. Informationen und Kontakt: Katrin Rickerts, Kunstvermittlung, katrin.rickerts@stadt.erlangen.de

Mit freundlicher Unterstützung des Studienzentrums für Künstlerpublikationen / Weserburg Bremen

Gefördert vom Kinderfonds der Bürgerstiftung Erlangen und dem Elternbeirat Realschule am Europakanal

Knetfiguren in Aktion!

Ein Erfahrungsbericht zum Workshop „Knetfiguren in Aktion“ von Mariella Hosp

Warme Sonnenstrahlen suchen sich an diesem Augusttag ihren Weg durch das dichte Blätterwerk der Bäume im Burgberggarten. Auf dem Kiesweg tanzen die  grün-blau-schwarzen Schatten. Vögel zwitschern.  Die ein oder andere Biene summt von einer Blüte zur nächsten. Inmitten des saftigen Grüns ragt ein bronzener Arm in die Höhe und eine seltsam gekrümmte Gestalt gleitet in ihrem Blätterboot vorbei. Welch wundersame menschenähnliche Gestalten haben sich hier in dieser grünen Idylle angesiedelt? Es gibt einiges zu entdecken!

“Schaut! Die Beiden dort unten winken uns zu!”, “Vielleicht unterhalten sie sich auch miteinander.”, “Von hier oben sehen alle viel kleiner aus!”. Neugierig und fasziniert rufen die Kinder ihre Eindrücke durcheinander. Die kleinen Entdecker sind eine Gruppe des Horts Sonnenblume aus Erlangen und besuchen an diesem Nachmittag gemeinsam den Heinrich-Kirchner-Skulpturengarten.

Nach einem kurzen Anstieg sind sie am höchsten Punkt des Burgberggartens angekommen und überblicken nun die gesamte Anlage. Von hier oben eröffnet sich nicht nur eine wunderbare Aussicht über die Dächer Erlangens, auch die bisher gesehenen Plastiken lassen sich ausgezeichnet Revue passieren. Mit großer Begeisterung geben die Kinder ihre Eindrücke wieder, die sie während des halbstündigen Rundgangs durch den Garten gewonnen haben.  Einige versuchen, die Posen der Figuren nachzustellen. Es wird getastet, gefühlt und geklopft, um dem Material und dem Kern der riesenhaften Wesen auf die Spur zu kommen. Große Kinderaugen staunen, als sie erfahren wie aufwändig und langwierig die Herstellung der schweren Bronzeplastiken ist. Viel Fantasie bringen die kleinen Besucherinnen und Besucher auch mit, wenn es darum geht, den Geschichten der metallischen Gartenbewohner während des Spaziergangs auf den Grund zu gehen. Was haben sie während der 30 Jahre im Burgberggarten alles erlebt? Woher kommen sie? Wohin gehen sie? Unterhalten sie sich miteinander?

Nach einem letzten Blick über die Stadt folgt der Abstieg, der die Gruppe vom ehemaligen Nutzgarten in den parkähnlich angelegten Teil des Gartens führt. An einer kleinen Lichtung entdecken die Kinder eine sitzende Frauenfigur. Sie ist die älteste Skulptur Heinrich Kirchners im Garten und gleichzeitig die letzte Station des Rundgangs. Anders als die vorher betrachteten Plastiken hat sie menschlichere, realistischere Züge. Ihre weichen Formen unterscheiden sich deutlich von den späteren, abstrakter gestalteten und auf einfache Formen beschränkten Bronzen. Die Kinder staunen, als sie erkennen, wie sehr sich der Stil und die Arbeitsweise des Bildhauers im Laufe seines Lebens verändert hat. “Die Frau gefällt mir am besten, weil sie so echt aussieht” stellt eins der Mädchen fest.  Ein anderes Kind widerspricht: “Die anderen Skulpturen sind auch schön. Sie sehen einfach anders aus. Es sind ja auch nicht alle Menschen gleich.”

Die Neugierde der Kinder wird geweckt, als sie im Gras der Wegböschung eine kleine Knetfigur entdecken, die wie eine der Kirchnerplastiken mit hochgerecktem Arm zum Himmel blickt. Die Begeisterung ist groß, als sie erfahren, dass sie nun eigene Knetfiguren entwerfen dürfen. Mit viel Fantasie lassen sie ihren eigenen kleinen Skulpturengarten entstehen, in dem sich Wanderer, Skiläufer, sitzende Figuren und sogar kleine Knettiere ansiedeln. Zur Erinnerung werden die kunstvollen, bunten Arbeiten in Fotos festgehalten, von denen einige hier zu sehen sind. Mit vielen neuen Eindrücken geht der Workshop schließlich zu Ende. Das Interesse und die Neugierde der Kinder ist geweckt. Dass der Burgberggarten so spannend sein kann, hätten sie zu Anfang nicht gedacht. Sie wollen auf jeden Fall wieder kommen. Bestimmt gibt es beim nächsten Mal wieder so viel zu entdecken!

Zur Person: Mariella Hosp B.A., ist Kunsthistorikerin und derzeit freie Mitarbeiterin des Kunstpalais Erlangen.

 

Architektur erleben!

Eine Kooperation von Kunstpalais und Jugendkunstschule Erlangen mit Michael-Poeschke-Grundschule, dem städtischen Kinderhort Holist, der Hermann-Hedenus-Schule und der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg.

Architektur erleben! Von März bis Mai 2012 setzten sich rund 40 Kinder und Jugendliche künstlerisch mit Architektur und Stadtplanung auseinander und lernten ihre eigene Stadt aus neuen Blickwinkeln kennen. Es fanden Ausstellungsbesuche in Keimzelle Erlangen: Otto Herbert Hajek im Kunstpalais, Modellworkshops und Stadterkundungen statt. Als fulminanter Abschluss wurden die Miniaturmodelle, Architekturlandschaften und Raumwürfel in einer Ausstellung präsentiert!

Wollt ihr euch einen eigenen Eindruck verschaffen? Hier einige Impressionen der Ausstellungseröffnung von “Architektur erleben” in den Schaufenstern vom Atelier Pinsl. Wer die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler sehen möchte, hat noch bis zum 31. Juli 2012 die Gelegenheit einfach vorbeizuschlendern  (Westliche Stadtmauerstrasse 19, Erlangen).

Video: Christina Schöner | Schnitt: AKTIV Kommunikationsmarketing Nürnberg

Die Veranstaltung fand statt im Rahmen von:

Stadt.Geschichte.Zukunft | 13. Mai – 31. Juli 2012
Eine bayernweite Veranstaltungsreihe von STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer
Städte e.V. mit den beteiligten Städten, Schulen, Museen und weiteren Partnern vor Ort.
Das komplette Programm finden Sie unter: http://www.stadt-geschichte-zukunft.de

Gastbeitrag #4: Schau in mein (Wut-)Gesicht!

Ein Erfahrungsbericht zum Maskentheaterworkshop „Wutgesicht“ von Christina Schöner

Wut. Wir alle kennen sie. Manchmal staut sie sich in uns an, bis wir es nicht mehr aushalten. Dann platzt uns sprichwörtlich der Kragen und wir machen unseren Gefühlen freien Lauf. Vielleicht werden wir sogar von ihr ergriffen und fortgespült. Doch so bekannt uns diese Emotion ist, so unterschiedlich sind ihre Ursprünge und Ausdrucksformen in jedem von uns. Wie sich Wut im Menschen äußern kann, durfte ich an zwei Tagen als Teilnehmerin eines Maskentheaterworkshops im Rahmen der Ausstellung “Töten” im Kunstpalais erfahren.

Tag 1

Vorbesprechungen und erste Theaterexperimente

Basis des Workshops war ein Ausstellungsrundgang mit der Gruppe. Gemeinsam besprachen wir ausgewählte Werke: Was sehen wir, wie sehen wir es, was rufen die Werke der Ausstellung in uns hervor? Spüren wir etwa Wut über das Gezeigte? Wie wird Wut in den künstlerischen Arbeiten thematisiert? Nach dem Rundgang begannen erste Aufwärm- und Reflexionsübungen mit dem Spiel mit unseren Namen. In verschiedenen Lautstärken, Betonungen, Intonationen und Emotionszuständen und kleinen Szenen experimentierten wir mit der Bewegung im Raum. Die Szenen werden intensiver und beruhigen sich wieder. Durch Meditation besinnen wir uns der eigenen Gefühle, dem eigenen Befinden. Existiert Wut im eigenen Körper, wo ist diese verortet und wie fühlt sie sich an? Habe ich bereits eine Idee, wie die Wutmaske aussieht? Nach dieser Selbstwahrnehmung wird die Wahrnehmung des Gegenübers erprobt. Zu Paaren versetzen wir uns in den Anderen: Was macht iwohl wütend und wie könnte Deine Wutmaske aussehen?

Ab in die Praxis

Nun endlich geht es in die Praxis! Wir finden uns in Teams zusammen und besprechen unsere Ideen. Es wird die Form der Maske diskutiert – Halb- oder Vollgesichtsmaske, ob Öffnungen für Augen, Mund und Nase vorhanden sein sollen, oder nicht. Oder ob etwa Einarbeitungen oder Strukturierungen bereits von vornherein eingebunden werden sollen. Dann wird losgelegt. Binden zerschnippelt, Gipsbinden mit Wasser getränkt. Dabei nur nicht vergessen, sich dick einzucremen und dabei möglichst keine Stelle auslassen. Nicht das jemand eine unbeabsichtigte Haarentfernung bekommt! Nach einer kurzen Antrocknungszeit können die Masken wieder vom Gesicht gelöst werden –was für ein Freiheitsgefühl! Auf den fertigen Maskenrohling, werden noch Details modelliert. Nun schnell, die Zeit ist fast schon um. Im Sprint wird die letzte Maske beendet, bevor alle sich in den Restsamstag verabschieden. Derweil härten unsere Masken friedlich aus und schlafen in den nächsten Tag hinein.

Hier ein paar Einrücke vom ersten Workshoptag:

Tag 2

Emotionsspiele – Aufwärmübungen

Am zweiten Workshoptag begannen wir vor dem Fertigstellen der Masken mit mehreren Theaterübungen. Zunächst wärmten wir uns durch Bewegung auf und erschlossen so den Raum. Dann verbanden wir diese mit verschiedenen Emotionen oder Körperzuständen. Wir spielen für uns allein und dann paarweise. Mit unserem Gegenüber probieren wir Emotionen aus. Stellen sie gegenüber, gehen aufeinander ein oder blockieren sogar das Spiel des anderen. Wir fragen uns in einer abschließenden Besprechung: Vermitteln wir die Emotion glaubhaft? Noch einmal wird die eigene Wut mit einem Gesprächspartner reflektiert. Ursachen und Äußerungen erläutert. Dann wird erneut meditiert. Über die Verortung der Wut in unserem Körper. Über ihre Gestalt, Form und Farbe.

Maskenfinish

Nach dieser Meditation ist der Kurs eingestellt auf die zweite Kreativphase. Wir beginnen, unseren Vorstellungen konkrete Gestalt auf dem Maskenrohling zu geben. Erste Ideen, die am Vortag entstanden sind, konkretisieren sich in Form und Farbe. Wir schnippeln, schneiden, schaben und bohren, bearbeiten den Rohling auf unterschiedlichste Weise. Gipsformen scheinen in das künstliche Gesicht zu fließen oder umkränzen es strahlengleich. Erste Entwürfe werden im Arbeitsprozess wieder verworfen. Farben geändert. Formen zugunsten anderer aufgegeben. Wir tragen Farbe auf. Rot, gelb, grün. Blau und rot, schwarz und weiß. Gemischt oder in leuchtender Reinform. Tupfen, streichen, sprenkeln, stricheln. Ziehen Konturen nach, akzentuieren mit anderen Materialien. Auf Höhen schimmert Glitter. Federn wachsen Auswüchsen ähnelnd aus der Maske hinaus. Schnüre schlängeln sich tentakelgleich in alle Richtungen. Ab und zu halten wir inne, probieren die Maske auf. Betrachten uns im Spiegel – ist das meine Wutmaske?

Das Spiel mit den Masken oder: Ich bin die Wut in dir

In der Gruppe positionieren wir uns vor der Maske. Zunächst erläutern wir ihr Äußeres, aus der Position ihres Schöpfers. und versetzen uns dann in sie hinein. Wir beschreiben uns selbst, die Wutmaske. Wie sehe ich aus und was tue ich für meinen Träger? Weshalb war ich, die Maske oder mein Träger, das letzte Mal wütend und wie soll sich das äußern? Wie wirkt es, wenn jemand anders die Maske trägt? Der Übergang in die Spielphase ist fließend. Wir bewegen uns mit Maske durch den Raum. Setzen sie auf, setzen sie ab. Begegnen anderen Masken. Äußern unsere besonderen Eigenheiten in Lauten und Gesten. Führen der Gruppe vor, wie die Maske wirkt, wenn sie sich alleine auf die Gruppe zubewegt. Und diskutieren über die verschiedenen Eindrücke. Danach bewegen wir uns noch einmal mit unseren Masken durch den Raum. Dabei versuchen wir, unser ganz eigenes Standbild und einen Gruppenlaut zu finden.

Als Fazit des Wochenendes kann man die folgenden Worte verwenden: Intensiv. Ungewohnt. Persönlich. Und dennoch unbedingt eine Erfahrung wert.

Abschließend noch Impressionen vom letzten Workshoptag:

Zur Person: Christina Schöner studiert Kunstgeschichte und Pädagogik und ist zurzeit Praktikantin im Kunstpalais.

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