Nachteule oder Tagträumer?

Um die Winterpause zu versüßen, haben wir noch etwas ganz Besonderes für dich! Zwar ist Benedikt Hipp schon lange aus den Hallen des Kunstpalais ausgezogen, aber so wirklich wahr haben, wollen wir es alle nicht. Daher gibt es noch ein kleines Video zum unvergesslichen „Tagträumer und Nachteulen Workshop“ mit der Theaterwissenschaftlerin Rosalin Hertrich.

Hinter Masken und Kostümen versteckt, performten zehn tollkühne Tag- und Nachträumer in den erleuchteten Gassen Erlangens. Neugierig geworden? Dann lehn dich zurück, höre und staune, was Rosalin dir noch zu erzählen hat über diesen skurrilen, zweitägigen Workshop hier bei uns im Kunstpalais.

Architektur erleben!

Eine Kooperation von Kunstpalais und Jugendkunstschule Erlangen mit Michael-Poeschke-Grundschule, dem städtischen Kinderhort Holist, der Hermann-Hedenus-Schule und der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg.

Architektur erleben! Von März bis Mai 2012 setzten sich rund 40 Kinder und Jugendliche künstlerisch mit Architektur und Stadtplanung auseinander und lernten ihre eigene Stadt aus neuen Blickwinkeln kennen. Es fanden Ausstellungsbesuche in Keimzelle Erlangen: Otto Herbert Hajek im Kunstpalais, Modellworkshops und Stadterkundungen statt. Als fulminanter Abschluss wurden die Miniaturmodelle, Architekturlandschaften und Raumwürfel in einer Ausstellung präsentiert!

Wollt ihr euch einen eigenen Eindruck verschaffen? Hier einige Impressionen der Ausstellungseröffnung von “Architektur erleben” in den Schaufenstern vom Atelier Pinsl. Wer die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler sehen möchte, hat noch bis zum 31. Juli 2012 die Gelegenheit einfach vorbeizuschlendern  (Westliche Stadtmauerstrasse 19, Erlangen).

Video: Christina Schöner | Schnitt: AKTIV Kommunikationsmarketing Nürnberg

Die Veranstaltung fand statt im Rahmen von:

Stadt.Geschichte.Zukunft | 13. Mai – 31. Juli 2012
Eine bayernweite Veranstaltungsreihe von STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer
Städte e.V. mit den beteiligten Städten, Schulen, Museen und weiteren Partnern vor Ort.
Das komplette Programm finden Sie unter: http://www.stadt-geschichte-zukunft.de

Gastbeitrag #4: Schau in mein (Wut-)Gesicht!

Ein Erfahrungsbericht zum Maskentheaterworkshop „Wutgesicht“ von Christina Schöner

Wut. Wir alle kennen sie. Manchmal staut sie sich in uns an, bis wir es nicht mehr aushalten. Dann platzt uns sprichwörtlich der Kragen und wir machen unseren Gefühlen freien Lauf. Vielleicht werden wir sogar von ihr ergriffen und fortgespült. Doch so bekannt uns diese Emotion ist, so unterschiedlich sind ihre Ursprünge und Ausdrucksformen in jedem von uns. Wie sich Wut im Menschen äußern kann, durfte ich an zwei Tagen als Teilnehmerin eines Maskentheaterworkshops im Rahmen der Ausstellung “Töten” im Kunstpalais erfahren.

Tag 1

Vorbesprechungen und erste Theaterexperimente

Basis des Workshops war ein Ausstellungsrundgang mit der Gruppe. Gemeinsam besprachen wir ausgewählte Werke: Was sehen wir, wie sehen wir es, was rufen die Werke der Ausstellung in uns hervor? Spüren wir etwa Wut über das Gezeigte? Wie wird Wut in den künstlerischen Arbeiten thematisiert? Nach dem Rundgang begannen erste Aufwärm- und Reflexionsübungen mit dem Spiel mit unseren Namen. In verschiedenen Lautstärken, Betonungen, Intonationen und Emotionszuständen und kleinen Szenen experimentierten wir mit der Bewegung im Raum. Die Szenen werden intensiver und beruhigen sich wieder. Durch Meditation besinnen wir uns der eigenen Gefühle, dem eigenen Befinden. Existiert Wut im eigenen Körper, wo ist diese verortet und wie fühlt sie sich an? Habe ich bereits eine Idee, wie die Wutmaske aussieht? Nach dieser Selbstwahrnehmung wird die Wahrnehmung des Gegenübers erprobt. Zu Paaren versetzen wir uns in den Anderen: Was macht iwohl wütend und wie könnte Deine Wutmaske aussehen?

Ab in die Praxis

Nun endlich geht es in die Praxis! Wir finden uns in Teams zusammen und besprechen unsere Ideen. Es wird die Form der Maske diskutiert – Halb- oder Vollgesichtsmaske, ob Öffnungen für Augen, Mund und Nase vorhanden sein sollen, oder nicht. Oder ob etwa Einarbeitungen oder Strukturierungen bereits von vornherein eingebunden werden sollen. Dann wird losgelegt. Binden zerschnippelt, Gipsbinden mit Wasser getränkt. Dabei nur nicht vergessen, sich dick einzucremen und dabei möglichst keine Stelle auslassen. Nicht das jemand eine unbeabsichtigte Haarentfernung bekommt! Nach einer kurzen Antrocknungszeit können die Masken wieder vom Gesicht gelöst werden –was für ein Freiheitsgefühl! Auf den fertigen Maskenrohling, werden noch Details modelliert. Nun schnell, die Zeit ist fast schon um. Im Sprint wird die letzte Maske beendet, bevor alle sich in den Restsamstag verabschieden. Derweil härten unsere Masken friedlich aus und schlafen in den nächsten Tag hinein.

Hier ein paar Einrücke vom ersten Workshoptag:

Tag 2

Emotionsspiele – Aufwärmübungen

Am zweiten Workshoptag begannen wir vor dem Fertigstellen der Masken mit mehreren Theaterübungen. Zunächst wärmten wir uns durch Bewegung auf und erschlossen so den Raum. Dann verbanden wir diese mit verschiedenen Emotionen oder Körperzuständen. Wir spielen für uns allein und dann paarweise. Mit unserem Gegenüber probieren wir Emotionen aus. Stellen sie gegenüber, gehen aufeinander ein oder blockieren sogar das Spiel des anderen. Wir fragen uns in einer abschließenden Besprechung: Vermitteln wir die Emotion glaubhaft? Noch einmal wird die eigene Wut mit einem Gesprächspartner reflektiert. Ursachen und Äußerungen erläutert. Dann wird erneut meditiert. Über die Verortung der Wut in unserem Körper. Über ihre Gestalt, Form und Farbe.

Maskenfinish

Nach dieser Meditation ist der Kurs eingestellt auf die zweite Kreativphase. Wir beginnen, unseren Vorstellungen konkrete Gestalt auf dem Maskenrohling zu geben. Erste Ideen, die am Vortag entstanden sind, konkretisieren sich in Form und Farbe. Wir schnippeln, schneiden, schaben und bohren, bearbeiten den Rohling auf unterschiedlichste Weise. Gipsformen scheinen in das künstliche Gesicht zu fließen oder umkränzen es strahlengleich. Erste Entwürfe werden im Arbeitsprozess wieder verworfen. Farben geändert. Formen zugunsten anderer aufgegeben. Wir tragen Farbe auf. Rot, gelb, grün. Blau und rot, schwarz und weiß. Gemischt oder in leuchtender Reinform. Tupfen, streichen, sprenkeln, stricheln. Ziehen Konturen nach, akzentuieren mit anderen Materialien. Auf Höhen schimmert Glitter. Federn wachsen Auswüchsen ähnelnd aus der Maske hinaus. Schnüre schlängeln sich tentakelgleich in alle Richtungen. Ab und zu halten wir inne, probieren die Maske auf. Betrachten uns im Spiegel – ist das meine Wutmaske?

Das Spiel mit den Masken oder: Ich bin die Wut in dir

In der Gruppe positionieren wir uns vor der Maske. Zunächst erläutern wir ihr Äußeres, aus der Position ihres Schöpfers. und versetzen uns dann in sie hinein. Wir beschreiben uns selbst, die Wutmaske. Wie sehe ich aus und was tue ich für meinen Träger? Weshalb war ich, die Maske oder mein Träger, das letzte Mal wütend und wie soll sich das äußern? Wie wirkt es, wenn jemand anders die Maske trägt? Der Übergang in die Spielphase ist fließend. Wir bewegen uns mit Maske durch den Raum. Setzen sie auf, setzen sie ab. Begegnen anderen Masken. Äußern unsere besonderen Eigenheiten in Lauten und Gesten. Führen der Gruppe vor, wie die Maske wirkt, wenn sie sich alleine auf die Gruppe zubewegt. Und diskutieren über die verschiedenen Eindrücke. Danach bewegen wir uns noch einmal mit unseren Masken durch den Raum. Dabei versuchen wir, unser ganz eigenes Standbild und einen Gruppenlaut zu finden.

Als Fazit des Wochenendes kann man die folgenden Worte verwenden: Intensiv. Ungewohnt. Persönlich. Und dennoch unbedingt eine Erfahrung wert.

Abschließend noch Impressionen vom letzten Workshoptag:

Zur Person: Christina Schöner studiert Kunstgeschichte und Pädagogik und ist zurzeit Praktikantin im Kunstpalais.

Pimp your city – Erlanger Marktplatz wird bunt

Ganz Europa bibberte vor zwei Wochen unter dem strengen Frost, und auch Erlangen hatten die Minusgrade fest im Griff. Dennoch konnte die Eiseskälte die Teilnehmerinnen des Workshops “Meine Farbe in der Stadt” (in Kooperation mit dem Theater Erlangen) nicht davon abhalten,  ihre kreativen Spuren am Erlanger Marktplatz zu hinterlassen. Ganz im Sinne Hajeks haben sie dem winterlichen Platz neues Leben eingehaucht und ihn so in ein vollkommen neues Licht gerückt: Der Wasserspeier des Brunnens spuckt plötzlich bunte Stoffbahnen, eine Sitzbank wurde mit Hilfe einer Decke in ein kuscheliges Sofa verwandelt – so ließ sich der heiße Tee gleich noch besser genießen – und auch die Laternen erhielten Dank eines “Farbliftings” ein neues Aussehen. Schließlich wurde vor den Stufen des Palais Stutterheim sogar der rote Teppich ausgerollt.

Dass diese Aktion nicht unbemerkt blieb, versteht sich von selbst. Einige neugierige Zuschauer beobachteten das Treiben und waren sichtlich begeistert über die Veränderung des Marktplatzes. Da ist es eigentlich schade, dass diese Veränderungen nach Ende des Workshops wieder rückgängig gemacht werden mussten. Die Ergebnisse möchten wir euch trotzdem nicht vorenthalten: Viel Spaß beim Durchklicken!

Nachwuchskünstler gestalten ihren Lieblingsplatz

Wie könnte ein Platz in Erlangen aussehen, wo sich Kinder wohlfühlen?

Dieser Frage gingen die Teilnehmer des Modellworkshops “Ein Platz für Dich” zusammen mit der Künstlerin Larissa Kopp M.A. nach. Vergangenen Samstag ließen sie sich von den Raumgestaltungen Otto Herbert Hajeks inspirieren und verwandelten mit viel kreativem Spürsinn das Modell eines Platzes in Erlangen in ihren persönlichen Lieblingsort. Dabei waren – genau wie bei Hajek – viele knallige Farben und außergewöhnliche Formen im Spiel.

Damit ihr nun auch in den Genuss der wunderbaren Werke kommt, haben wir hier einige Bilder für euch:

Blick hinter die Kulissen II: Kunstvermittlungsraum

Der Kunstvermittlungsraum des Kunstpalais steht im Mittelpunkt des zweiten Teils unserer Vorstellungsserie Blick hinter die Kulissen. Er befindet sich im 2. Stock, direkt gegenüber der Bibliothek. Sechs Fenster sorgen für genügend Licht in dem ca. 50 m² großen Raum. Darin befindet sich ein großer Tisch als Arbeitsfläche und diverse Materialien für die Workshops.

Um euch Informationen aus erster Hand über den Kunstvermittlungsraum zu liefern, haben wir ein kurzes Interview mit Katrin Rickerts von der Kunstvermittlung des Kunstpalais geführt.

Kunstpalais Blog:  Seit wann gibt es die Kunstvermittlung und den Kunstvermittlungsraum im Kunstpalais?

Katrin Rickerts:  Die Kunstvermittlung existiert seit Oktober 2010, der neue Raum steht uns seit April 2011 zur Verfügung. Davor haben wir einen Raum in der Helmstraße 1 zwischengenutzt.

Kunstpalais Blog: Wofür braucht man einen Kunstvermittlungsraum?

Rickerts: In erster Linie für die künstlerische Praxis, z.B. praktische Workshops. Die Kunstvermittlung des Kunstpalais bietet verschiedene Zugänge zur zeitgenössischen Kunst an – von der klassischen Führung bis zum medienpädagogischen Workshop oder der Kurzfilmnacht zur Ausstellung.

Kunstpalais Blog: Was ist der Sinn von Kunstvermittlung?

Rickerts: Die Kunstvermittlung soll es jedem ermöglichen, einen individuellen Zugang zur Kunst zu finden.

Kunstpalais Blog: Was ist die Zielgruppe? Kannst du mir ein Beispiel nennen?

Rickerts: Es gibt z.B. ein spezielles Programm für Schulklassen und pädagogische Institutionen. Wir entwickeln Lehrplanführungen und Workshops extra für diese Zielgruppen.

Kunstpalais Blog: Hast du besonders schöne Erinnerungen an einen der Workshops im Kunstvermittlungsraum?

Rickerts: Der Künstlerworkshop mit Eckart Hahn war eindeutig etwas besonderes. Die Kinder und Jugendlichen waren fasziniert und haben dem Künstler richtig Löcher in den Bauch gefragt.

Kunstpalais Blog: Wie viele Personen passen in den Kunstvermittlungsraum und wie viele Workshops werden im Durchschnitt dort veranstaltet?

Rickerts: Der Raum lässt sich mit einer Schulklasse noch sehr gut nutzen, also ca. 25-30 Personen. Es gibt pro Ausstellung ca. 3-4 verschiedene Workshopangebote, die Highlights sind u.a. der Künstlerworkshop und Workshops in Kooperation mit anderen Institutionen. So bieten wir im Februar nächstes Jahr „Meine Farbe für die Stadt“ während der jet-TAGE an.

Kunstpalais Blog: Welche Aktivitäten außer der Kunstvermittlung finden in dem Raum noch statt?

Rickerts: In den Umbaupausen der Ausstellungen wird er für die Ausstellungsvorbereitung genutzt. Außerdem finden hier Arbeitstreffen und Gruppenbesprechungen statt. Seit der Ausstellung von Eckart Hahn bieten wir auch die Möglichkeit an, Kindergeburtstage im Kunstpalais zu feiern. Die Geburtstagsgäste erhalten eine Führung durch die Ausstellung und können anschließend ihre Eindrücke kreativ in einem praktischen Workshop umsetzen. Selbstverständlich bleibt noch ausreichend Zeit für die Feier an sich.

Landschaften aus Knetmasse

Kneten, Schmelzen und Zerfließen. Unter diesem Motto stand der Knetfigurenworkshop des Kunstpalais am 08. November. Die Stimmungen von Eckart Hahns Bildern und Skulpturen dienten als Anregung, selbst künstlerisch tätig zu werden. Zwei Grundschulklassen der Grundschule Höchstadt Süd unter Anleitung von Larissa Kopp aus dem Kunstvermittlungsteam verbrachten einen Nachmittag damit, sich durch die Ausstellung führen und davon inspirieren zu lassen. Aus Knetmasse erschufen die Kinder Landschaften und entwarfen dafür eine eigene kleine, dreidimensionale Bühne. Die wirklich sehenswerten Ergebnisse wurden am Ende fotografisch festgehalten, so dass die Miniaturlandschaften plötzlich riesengroß erschienen. Seht selbst!

Ausgefallene Ergebnisse beim Kunstfigurenworkshop

Letzten Donnerstag, am 1.9.2011, fand im Kunstpalais gleich zweimal der Kunstfigurenworkshop Gräfin Polyester, Prinz Eisenbart und Königin Silberfolie zu unserer Ausstellung iRonic: Die feinsinnige Ironie der Kunst statt. Es wurde jeweils fleißig geschnipselt, gebastelt und Alltagsgegenständen der Kopf verdreht! Eimer, Handtasche oder Maske als Kopfbedeckung? Eine Ladung Papierschnüre als Haarverlängerung gefällig? Tolle Requisiten, darunter viele detailreiche Kleider, blieben sowohl von Mädels als auch Jungs für die verrücktesten Ideen nicht verschont… Hier nun ein Ausschnitt der Ergebnisse der Kids aus dem Hort Holist in Erlangen: Es kam so manche Modelqualität, kreative Ader oder Wunschfrisur ans Tageslicht…

Die spannenden Ergebnisse des zweiten Workshops folgen…

Videoworkshop – Spaß in der Fußgängerzone

Wer am Mittwoch, den 27. Juli, am frühen Abend auf dem Marktplatz lautes Lachen und Gekicher gehört hat, ist vermutlich an unseren Teilnehmern des Videoworkshops Kleine Aktionen mit großer Wirkung – Trouble in der Fußgängerzone vorbeigelaufen… Denn nach einer Führung durch die Ausstellung iRonic – die feinsinnige Ironie der Kunst machten wir uns tatkräftig daran, in Anlehnung an die verschiedenen Künstler selbst, etwas ironisches Flair in Erlangen zu verbreiten. Wir, das sind neben unseren Teilnehmern, fünf Erlanger Jugendliche, sowie deren Lehrerinnen, Theater- und Medienpädagogin Rosalin Hertrich und Kunstpalaispraktikantin Paula. Nach kreativer Ideensammlung und Beratungsminuten fiel die Entscheidung auf  Ahmet Ögüt – Somebody Else’s Car (2005), eine Diashow, für die der Künstler sich selbst fotografierte, während er Autos von Fremden heimlich zum Taxi oder Polizeiauto umgestaltete. Ähnlich, nur nicht ganz so riskant, war eine unserer Aktionen: Ein paar Erlanger, die an diesem Nachmittag ihr Fahrrad auf dem Marktplatz stehen hatten, konnten sich über die eine oder andere künstlerische Verzierung wundern… Außerdem wollten wir, angelehnt an Patrick Mimrans – Don’t worry, none of us will be remembered next century (2011), Menschen durch Texte an ungewöhnlichen Plätzen im Stadtbild stutzig machen (So durfte sich ein Straßenschild über die Weisheit “Der wahre Traumprinz ist kein Frosch, sondern eine Schnecke, denn er braucht lange, bis er dich findet” freuen). Als letzten Schabernack filmten wir, ähnlich zu Sener Özmens Road to Tate Modern, absurde Interviews mit ahnungslosen Fußgängern, zum Beispiel mit der Frage nach dem nächsten Supermarkt – dies jedoch genau vor der Normafiliale! Gerade hierbei war es gar nicht so einfach, ernst zu bleiben und nicht einfach loszuprusten und alles aufzudecken. Bei der Fahrradumgestaltung war eher das Schwierige, sich trotz der vielen Leute unauffällig zu verhalten und nicht bei jedem Vorbeigehenden sogleich in “Ahhhh, die holen gleich die Polizei!”-Hysterie auszuarten! Doch die Mitglieder der Truppe waren alle erfolgreich und alles in allem war der Workshop sowohl für die Jugendlichen als auch uns Kunstpalaisler ein Riesenspaß und eine tolle Erfahrung. Denn was bleibt nach Überwindung und Mut zu nicht alltäglichen Taten zurück? Genau, Stolz. Unser Hahn im Korb, ganz über sich heraus gewachsen vor seinen Klassenkameradinnen und den anderen Mädels, drückte es auch so aus: “Ich fand alles schön.”

Bis zum nächsten Mal!

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

%d Bloggern gefällt das: