Videoworkshop – Spaß in der Fußgängerzone

Wer am Mittwoch, den 27. Juli, am frühen Abend auf dem Marktplatz lautes Lachen und Gekicher gehört hat, ist vermutlich an unseren Teilnehmern des Videoworkshops Kleine Aktionen mit großer Wirkung – Trouble in der Fußgängerzone vorbeigelaufen… Denn nach einer Führung durch die Ausstellung iRonic – die feinsinnige Ironie der Kunst machten wir uns tatkräftig daran, in Anlehnung an die verschiedenen Künstler selbst, etwas ironisches Flair in Erlangen zu verbreiten. Wir, das sind neben unseren Teilnehmern, fünf Erlanger Jugendliche, sowie deren Lehrerinnen, Theater- und Medienpädagogin Rosalin Hertrich und Kunstpalaispraktikantin Paula. Nach kreativer Ideensammlung und Beratungsminuten fiel die Entscheidung auf  Ahmet Ögüt – Somebody Else’s Car (2005), eine Diashow, für die der Künstler sich selbst fotografierte, während er Autos von Fremden heimlich zum Taxi oder Polizeiauto umgestaltete. Ähnlich, nur nicht ganz so riskant, war eine unserer Aktionen: Ein paar Erlanger, die an diesem Nachmittag ihr Fahrrad auf dem Marktplatz stehen hatten, konnten sich über die eine oder andere künstlerische Verzierung wundern… Außerdem wollten wir, angelehnt an Patrick Mimrans – Don’t worry, none of us will be remembered next century (2011), Menschen durch Texte an ungewöhnlichen Plätzen im Stadtbild stutzig machen (So durfte sich ein Straßenschild über die Weisheit „Der wahre Traumprinz ist kein Frosch, sondern eine Schnecke, denn er braucht lange, bis er dich findet“ freuen). Als letzten Schabernack filmten wir, ähnlich zu Sener Özmens Road to Tate Modern, absurde Interviews mit ahnungslosen Fußgängern, zum Beispiel mit der Frage nach dem nächsten Supermarkt – dies jedoch genau vor der Normafiliale! Gerade hierbei war es gar nicht so einfach, ernst zu bleiben und nicht einfach loszuprusten und alles aufzudecken. Bei der Fahrradumgestaltung war eher das Schwierige, sich trotz der vielen Leute unauffällig zu verhalten und nicht bei jedem Vorbeigehenden sogleich in „Ahhhh, die holen gleich die Polizei!“-Hysterie auszuarten! Doch die Mitglieder der Truppe waren alle erfolgreich und alles in allem war der Workshop sowohl für die Jugendlichen als auch uns Kunstpalaisler ein Riesenspaß und eine tolle Erfahrung. Denn was bleibt nach Überwindung und Mut zu nicht alltäglichen Taten zurück? Genau, Stolz. Unser Hahn im Korb, ganz über sich heraus gewachsen vor seinen Klassenkameradinnen und den anderen Mädels, drückte es auch so aus: „Ich fand alles schön.“

Bis zum nächsten Mal!

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