Ausstellungseröffnung “Benedikt Hipp: LUXSTÄTT” am 20.09.2012, 19 Uhr

Benedikt Hipp ist zwar erst 35 Jahre alt, zählt aber schon heute zu den außergewöhnlichsten und bemerkenswertesten Künstlern seiner Generation. Kennzeichnend für sein Werk ist, dass er die anspielungsreich assoziierten Figurationen seiner Bilder und Skulpturen in installative Architekturen bettet, die den Betrachter in einen atmosphärisch verdichteten Gesamtkontext hineinversetzen.

Benedikt Hipps Bilder sind echte Tafelbilder, gemalt mit Öl auf Holz und mit gefirnisster Oberfläche. Dargestellt sind Personen, architektonische Gebilde oder andere Gegenstände, die an Gesehenes, Erlebtes oder Erträumtes erinnern, sich jedoch einer eindeutigen Zuordnung immer wieder entziehen. Diese Wirkung verstärkt der häufig dunkle Hintergrund der Bilder. Er erschüttert die scheinbare Vertrautheit der Motive und offenbart eine irritierende Leere und Ortlosigkeit des Bildraums. Auch die Skulpturen entfalten eine stark assoziative Kraft, die durch die sprechenden Werktitel um den Bereich des Literarischen erweitert wird.

Hipps Vorbilder sind einerseits der sehr modern erscheinende Frührenaissance-Maler Fra Angelico und andererseits der wie aus der Zeit gefallen wirkende, 1964 verstorbene Stillleben-Maler Giorgio Morandi.

Für die Ausstellung in Erlangen wird Benedikt Hipp die Räume des Kunstpalais vollständig verwandeln. Durch diesen veränderten Kontext soll der Besucher – ganz im Sinne des Ausstellungstitels – alle Stufen der künstlerischen Erleuchtung durchschreiten: von absoluter Finsternis bis hin zum alles überstrahlenden Licht. Durch einen Schrank hindurch wird er in fremde Kopfwelten vordringen, er wird durch die Bereiche rationaler Strukturen und Analysen, aber auch durch die Gefilde der irrationalen Verknüpfungen streifen und aus den Tiefen eines vermeintlichen Ozeans hinauf in die lichte Welt einer „Auferstehung“ steigen.

Biografische Angaben:

1977 in München geboren, lebt und arbeitet in München

2000 – 2002 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
2003 – 2004 Studium an der Accademia di Belle Arti di Bologna
2002 – 2007 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München

Ausstellungen (Auswahl):

2012 Kunstverein Hannover / 2011 Schirn Kunsthalle, Frankfurt / Musée d’art contemporain de Bordeaux 2010 Bielefelder Kunstverein (E) / Museum van Bommel van Dam, Venlo / 2009 Deutsche Bundesbank Sammlung, Frankfurt am Main (E) / Lothringer 13, Städtische Kunsthalle München / 2007 Bundeskunsthalle, Bonn

(E) Einzelausstellung

Die Einladungskarte könnt ihr euch hier anschauen: Einladungskarte Benedikt Hipp

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