Er ist endlich da …

Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse ist er endlich eingetroffen! Schwarz, rechteckig, schlichtweg magisch, zieht er alle Blicke auf sich. Die weißen Lettern auf seinem Einband leuchten eindringlich und stechen gleich ins Auge! Gerade mal 22,5 cm in der Länge, 16,5 cm in der Breite und schlappe 3,00 cm dick sind seine Dimensionen! Auf seinem Rücken prangen pechschwarze Worte wie „Der Akt des Tötens“ oder auch „die Ethische Katastrophe des Tötens“. Von wem sprechen wir da? Wer ist es oder was? Wir sprechen über keinen anderen, als über unseren heißersehnten und brandneuen Ausstellungskatalog „töten. Ein Diskurs“.

Der in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg entstandene Katalog zur erfolgreichen Ausstellung „töten“ im Erlanger Kunstpalais behandelt interdisziplinäre Positionen zum Thema Töten.

Im Zentrum der Ausstellung stand die Frage, welche Relevanz dem künstlerischen Bild angesichts der medialen Bilder- und Geschichtenflut noch zukommen kann, wenn es darum geht, die ethische Katastrophe des Tötens darstellbar zu machen. Welche Strategien entwickeln zeitgenössische Künstler auf der Folie eines kulturellen Kontexts, innerhalb dessen es scheinbar keine Grenzen mehr zu überwinden, keine Tabus mehr zu brechen gibt?

Vielleicht kann man am Ende der Ausstellung so antworten, dass die Kunst auch bei diesem überwiegend medial besetzten Thema neue Räume der Wahrnehmung und der Reflexion eröffnet. Dass sie dem durch die Medien auf Eindeutigkeit und Erklärbarkeit getrimmten Blick die Fesseln löst und neue Perspektiven ermöglicht, indem sie der Sicherheit die Unsicherheit und der Schuldzuschreibung allgemein menschliche Fragen entgegenstellt.

Am wichtigsten aber scheint, dass die Künstler auf die Bezugsrahmen unserer Wahrnehmung und unserer Orientierung abzielen. Ihre Arbeiten hinterfragen unsere Referenzsysteme. Sie sind nicht eindeutig lesbar. Ihr Tabubruch liegt darin, in einer Welt der eindeutigen Bilder die Eindeutigkeit zu verweigern. Um damit Raum zu schaffen für die Fragen, auf die es keine vorgestanzten Antworten gibt.

Der Katalog ist im renommierten Kehrer Verlag Heidelberg erschienen und für 39,90€ in unserem Museumsshop erhältlich. Möchtest du mehr zum Katalog erfahren? Unser FSJ Kultur Patrick hat sich genauer mit dem guten Stück beschäftigt – einfach mal reinschauen!

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