VORSCHAU: Das Jahr 2013 im Kunstpalais

Wunderkind
Peter Land: Wunderkind (2012) © the artist

Mit einem fulminanten Auftakt starteten wir am 18. Januar 2013 mit der Ausstellung Peter Land: Absolute Perfection ins neue Jahr. Der Künstler wurde 1966 in Aarhus geboren und studierte an der Royal Danish Academy of Fine Art in Kopenhagen und am Goldsmith College in London. 2005 vertrat er Dänemark auf der Biennale in Venedig. Neben bekannten Arbeiten werden zahlreiche neu entstandene Kunstwerke wie Nostalgia (2012) und Wunderkind (2012)  des dänischen Künstlers  zu sehen sein. Der Titel der Ausstellung „Absolute Perfection“ weist bereits auf das Kernthema der Werkschau hin: Das Scheitern, welches sich als tragisch-komisches Motiv durch alle Lebensphasen zieht. Es beginnt bereits in der frühen Kindheit und setzt sich nahtlos im Erwachsenendasein fort. Zur Finissage am 24. März 2013 gibt es noch ein besonderes Schmankerl, denn es werden Peter Lands skurille Filme, die nicht ausgestellt wurden, zu sehen sein.

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Bouchra Khalili: Speeches (2012) © VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Die nächste Ausstellung, die euch erwartet, dreht sich um das Thema Freiheit!. In der Gruppenausstellung werden vom 12. April bis 30. Juni 2013 unter anderem Arbeiten von Artur Zmijewski, Klara Lidén, Johanna Billing, Camp, Lars Ø Ramberg, Alexander Apóstol, Haejun Jo, Nedko Solakov und Bouchra Khalili präsentiert. Anlass für die Ausstellung sind die Revolutionen im arabischen Raum. „Was bedeutet Freiheit heute?“ ist die Fragestellung mit der sich die 12 international renommierten Künstler aus unterschiedlichen Perspektiven auseinandersetzen. Nedko Solakov, der auf der dOCUMENTA (13) bereits vertreten war, wird zum Beispiel eine neue Rauminstallation für die Ausstellung konzipieren. Bouchra Khalili wird ihre Videoinstallation „Speeches“ zeigen. In der Arbeit werden berühmte Reden großer Freiheitskämpfer von Flüchtlingen aus Afrika in deren jeweiliger Muttersprache vorgetragen. Dabei wurden Menschen ausgewählt, in deren Dialekt keine Schriftform vorhanden ist und das Wissen  nur durch Erzählungen weitergegeben werden kann.

Ascending to Calmness
Kirstine Roepstorff: Ascending to Calmness (2012) © the artist

Nach Peter Land holen wir uns mit Kirstine Roepstorff erneut Dänemark ins Kunstpalais. Vom 12. Juli bis 8. September 2013 können ihre Arbeiten, die von kleinen intimen Papierarbeiten bis zu raumfüllenden theatralischen Installationen reichen, betrachtet werden. Ihre Collagen scheinen zu explodieren, dem Urknall gleich, und kreieren so eine bizarre Welt. Roepstorff greift auf Bilder und Texte zurück, die sie aus Zeitungen, Magazinen und anderen Quellen bezieht, um sich mit der Methode der Montage, die Welt anzueignen und neu zu arrangieren. Seid gespannt auf die neuen Welten, die im Kunstpalais auf euch warten!

Kirstine Roepstorff wurde 1972 in Virum geboren und hat an der Royal Danish Academy of Fine Art studiert. Die Künstlerin war bereits in internationalen Ausstellungen vertreten.

Das Jahr 2013 beenden wir im Kunstpalais mit einer Doppelausstellung, die vom 20. Oktober bis 17. November 2013 zu besichtigen ist. Im Obergeschoss zeigen wir den vor kurzem wiederentdeckten Film „Die Verlorenen“, der zwischen 1930 und 1933 von einem jüdischen Regisseur gedreht wurde. Zusätzlich zu dem Film, der sich um Liebe, Macht, Gewalt und Sex dreht, werden Requisiten, Zeichnungen und Archivmaterialien in der Ausstellung zu sehen sein.

Im Untergeschoss widmen wir Reynold Reynolds eine umfassende Retrospektive. Der in Alaska geborene Künstler studierte zuerst Physik bevor er sich der Kunst widmete und unter anderem bei Stan Brakhage studierte. Seine wissenschaftliche Ausbildung ist in seinen Werken zu spüren, in denen er die verschiedenen Aspekte des menschlichen Lebens erforscht. Six Easy Pieces (2010), ist z. B. an das Buch „Six Easy Pieces: Essentials of physics explained by its most brilliant teacher“ angelehnt. Burn (2002) wiederum zeigt ein brennendes Haus, in dem sich die Bewohner in aller Ruhe ihren täglichen Beschäftigungen nachgehen. Welche bizzare Szenarien ihr sonst noch betrachten könnt, werdet ihr spätestens im September erfahren.

Reynold Reynolds wurde in Central, Alaska geboren. Er studierte Physik, absolvierte ein Studium der Filmwissenschaften und hat einen Master in Fotografie von der School of Visual Arts, New York. Zudem erhielt er zahlreiche Auszeichnungen.

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