Neue Mitarbeiterin in der Kunstvermittlung

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Liebe Freundinnen und Freunde des Kunstpalais,

gerade habe ich meine Stelle als Kunstvermittlerin am Kunstpalais Erlangen angetreten und möchte mich auf diesem Weg gerne vorstellen: Ich vertrete Katrin Rickerts, die in Elternzeit geht, für ein Jahr und werde bis Ende April 2014 die Ansprechpartnerin sein, wenn es um das umfangreiche museumspädagogische Begleitprogramm des Hauses geht.

Dabei bin ich eine Newcomerin in der Region: Vor kurzem bin ich aus privaten Gründen von Berlin nach Nürnberg gezogen und muss die hiesige Kulturszene erst einmal gründlich kennenlernen. Ein erster Blick in die Ausstellungslandschaft Frankens hat mich allerdings bereits jetzt zur Überzeugung gebracht, dass das Kunstpalais aufgrund der Themenausstellungen eines der spannendsten Häuser weit und breit ist. Nicht nur was die Ausstellungen, sondern auch was das wissenschaftliche und künstlerische Begleitprogramm angeht, kann es sich sicherlich mit weit größeren und älteren Institutionen messen. Für mich ist es eine wunderbare Herausforderung, mich hier nach Kräften einbringen und Katrin Rickerts großartige Arbeit während ihrer Abwesenheit angemessen fortsetzen und weiter ausbauen zu können. Jedenfalls bin ich schon sehr gespannt auf die Arbeit im Team des Kunstpalais’ und die Kooperation mit den unterschiedlichen städtischen, regionalen und auch überregionalen Partnern.

Katrin Rickerts hat mich in kürzester Zeit professionell und geduldig in die vielfältigen Aufgaben eingeführt. Noch sind die Abläufe und Strukturen allerdings sehr neu für mich, und ich bin voll Bewunderung für das, was sie mit ihrem Team bisher geleistet hat.

Auch das übrige Team des Kunstpalais Erlangen um Claudia Emmert hat mir einen sehr herzlichen Empfang bereitet, so dass ich mich gleich wohl gefühlt habe – auch wenn der für meinen ersten Arbeitstag geplante Bergkirchweihbesuch buchstäblich ins Wasser gefallen ist.

Zu meinem Background: Studiert habe ich in Frankfurt am Main und in Berlin Kunstgeschichte, Kunstpädagogik, Literaturwissenschaft und im Aufbaustudium Kultur- und Medienmanagement. Praktische Erfahrung konnte ich sowohl im akademischen Betrieb als auch in der Museumsarbeit, im Kunsthandel und Kulturjournalismus sammeln.

Nach diversen Galeriepraktika, u.a. bei Leo Castelli in New York, habe ich bei einem Luxemburger Sammlermagazin gearbeitet, war Online-Redakteurin bei der wissenschaftlichen Kunstzeitschrift kunsttexte.de und gebe derzeit selbst ein Fachjournal im Berliner Neofelis-Verlag mit dem Titel Tierstudien heraus.

Nach Abschluss meiner Dissertation, die sich mit einem Thema zeitgenössischer Skulptur beschäftigt hat, habe ich zunächst ein zweijähriges Volontariat im Georg-Kolbe-Museum, einem kleinen, aber feinen Bildhauermuseum im eleganten Berliner Westend absolviert. Als Volontärin war ich, ähnlich wie nun Sarah Lampe im Kunstpalais, Mädchen für alles. Die damalige Direktorin, Ursel Berger, hat mir dankenswerterweise sehr viel Freiheit! gelassen, so dass ich eine ganze Reihe eigener großer und kleiner Ausstellungen verwirklichen konnte. Außerdem habe ich die gesamte Museumspädadogik verantwortet und auch eigene Vermittlungskonzepte entwickelt – Erfahrungen, die mir sicherlich bei meiner neuen Tätigkeit am Kunstpalais nützlich sein werden.

Danach war ich Projektleiterin in einem kleinen Museum in Berlin-Tempelhof, habe eine viel beachtete Ausstellung in der Berliner NGBK (Neue Gesellschaft Bildender Kunst) ko-kuratiert und war 8 Jahre wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunstwissenschaft und Ästhetik an der Universität der Künste Berlin. Dort habe ich vor allem Seminare für zeitgenössische Kunst abgehalten und den engen Kontakt zu Künstlern und angehenden Kunstlehrern sehr genossen.

Außerdem bin ich publizistisch tätig und halte regelmäßig kunsthistorische Vorträge, wobei mein derzeitiger Interessenschwerpunkt auf den Mensch-Tier-Beziehungen in der Kunst liegt. Im sich gerade neu etablierenden Forschungsbereich der interdisziplinären Animal Studies bewegt sich dann auch das Thema meiner Habilitation, an der ich „nebenbei“ arbeite.

Nach meinem Umzug nach Nürnberg hatte ich im letzten Semester einen Lehrauftrag für Kunstgeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen und dadurch Gelegenheit, erste Kontakte zu den sehr engagierten Erlanger Studierenden zu knüpfen. Ich hoffe, einige von Ihnen wiederzusehen; vielleicht in einem von mir organisierten wissenschaftlichen Vortrag.

Privat dreht sich mein Leben vor allem um meine Familie: Ich bin mit einem Musiker/Musikwissenschaftler verheiratet, habe einen kleinen Sohn und einen großen Hund. Meine freie Zeit verbringe ich gerne mit Museumsbesuchen und auf Reisen, am liebsten fahre ich richtig weit weg. Ich mache Kampfsport, bin aber ansonsten sehr verträglich. Auch wenn Erlangen wunderschön ist, vermisse ich Berlin etwas, am meisten „Szenecafés“, die den ganzen Tag richtig gutes Frühstück servieren und den Grunewaldsee. Wenn es Exil-Berliner bzw. Wahl-Erlanger gibt, die einen Tip haben, wo ich Vergleichbares in der Stadt finde, bin ich für jeden Hinweis dankbar.

Das war nun mehr als genug zu meiner Person. Ich freue mich schon darauf, in den kommenden 12 Monaten alle Mitarbeiterinnen und Besucherinnen des Kunstpalais Erlangen sowie die Metropolregion als Ganzes besser kennenzulernen.

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