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Stefanie Krebs (Freiwilliges Soziales Jahr in der Kultur) berichtet über ihr FSJ-Projekt

Jeder Freiwillige im Bereich Kultur steckt sich in den ersten paar Monaten des FSJ ein Ziel auf einer imaginären Landkarte fest. Einige haben schon am ersten Arbeitstag ein Reiseziel, andere brauchen etwas mehr Zeit. Einige brettern mit Höchstgeschwindigkeit auf direktem Weg über die Schnellstraßen, andere fahren Umwege, landen in Sackgassen und kommen über holprige Landstraßen.

Endless road ahead von Amit Patel unter CC BY 2.0

Inspiriert vom Finale der puls-Lesereihe im Neuen Museum in Nürnberg machte ich mich im November 2013 mit dem vagen Ziel vor Augen auf den Weg, eine Abendveranstaltung im Kunstpalais zu organisieren, die die Bereiche Literatur und Musik vereint und sich dabei auf unsere Gruppenausstellung Affekte bezieht. Die grobe Richtung war die ganze Zeit gegeben, genauso wie verschiedene Checkpoints. Mit vollem Tank, Vorfreude und dank dem Fahrsicherheitstraining auf unserem FSJ-Seminar sowie ersten Probefahrten bei der Schülervertretung konnte ich ohne Probleme starten.

Da ich mich für das Live-Literaturformat Poetry Slam entschieden hatte, holte ich mir Lucas Fassnacht, den Slam Master des hiesigen E-Werk Slams, als Beifahrer mit an Bord. Während ich mich weiter auf die Straße konzentrierte, spähte Lucas in der vorbeiziehenden Landschaft nach geeigneten Slammern. Auf der Rückbank nahmen nach und nach die Poeten Lukas Spranger, Clara Nielsen, Tobias Schmolke und Peter Bähr Platz. Eng wurde es, als wir an meiner Heimatstadt Schweinfurt vorbeifuhren und die acht Musiker der Band Mihalys Theorie samt Instrumenten zu uns stießen, die uns die restliche Fahrt mit HipHop-Beats versorgten. Immer wieder lies ich mein Gefährt von meinen Arbeitskollegen durchchecken. Vor allem unser Techniker Ian bewies erneut, was jahrelange Erfahrung ausmacht.

Pünktlich am 26.04.14 kamen wir auf der Zielgeraden im Kunstpalais an. Die Poeten slammten was das Zeug hält, Mihalys Theorie zeigten uns was fränkischer HipHop ist und Lucas Fassnacht führte gekonnt durch den Abend. Clara Nielsen stand mit dem Bayreuther Tobias Schmolke im Finale, der schließlich unter dem Applaus des Publikums die Trophäe mit nach Hause nehmen durfte.

Nach meiner aufregenden Reise in den letzten Monaten kann ich mich nur noch bei allen bedanken, die mir regelmäßig den Tank aufgefüllt, die Straße freigeräumt und die Reifen gewechselt haben! Da ich die Richtung meiner Reise nach meinen Interessen ausrichten konnte, war die lange Fahrt immer wieder mit viel Spaß verbunden und ich konnte für mich selbst feststellen, dass der Weg das eigentliche Ziel ist.

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