Sol Calero und Vladimír Houdek – Sehnsuchtsorte und geometrische Bilderwelten

 

Letzten Freitag haben wir die Eröffnung unserer Sommerausstellungen gefeiert: Sol Calero. Agencia Viajes Paraíso und Vladimír Houdek. Resonanz. Beide entführen die Besucherinnen und Besucher des Kunstpalais während der kommenden Monate in andere Welten.

Karibische Farben und knallbunte Muster begrüßen uns in Sol Caleros Agencia Viajes Paraíso. Folgt man dem großen Neonschriftzug, findet man sich zunächst in einem Wartesaal mit Videoinstallation wieder. Gezeigt werden drei Kurzfilme, die uns auf die Themen Reisen und Exotik einstimmen.

Weiter geht es in den nächsten Raum, mit bunten Stühlen, der obligatorischen Weltkarte inklusive Fähnchen und zwei Büroarbeitsplätzen: ein funktionstüchtiges Reisebüro, in dem direkt vor Ort Pauschalreisen und Flüge in die ganze Welt gebucht werden können. Im letzten Raum wartet dann das ersehnte Ziel auf die Besucher: Liegestühle, exotische Pflanzen und südamerikanische Rhythmen. Endlich angekommen im Resort oder doch nur auf der Terrasse eines deutschen Karibikfreunds?

Spielerisch und mit Liebe zum Detail führt uns Sol Calero ins Urlaubsparadies. Der Sehnsuchtsort veranlasst uns in seiner Ironie dabei fast beiläufig zum Nachdenken über Künstlichkeit, die Suche nach Authentizität und die Idee von Tourismus selbst.

Betritt man die Ausstellung Resonanz von Vladimír Houdek, begibt man sich in eine mathematisch-geometrische Formenwelt. Der Blick fällt auf groß- und kleinformatige, metallisch schimmernde Körper, die im Raum zu schweben scheinen. Die Formen bewegen sich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit, Hell und Dunkel, Glanz und Schatten.

Im ersten Moment erinnern die Gemälde an Computergraphiken und Displays, doch bei genauerem Hinsehen erkennt man Reste von Klebeband und die über den Rahmen hinausdrückende Farbe. Houdek arbeitet für seine Kunstwerke mit einer ausgefeilten Technik, die seine Bilder nie ganz perfekt werden lassen, sodass sie seine individuelle Handschrift tragen. Eine Wand der Ausstellung ist großflächig mit Skizzen bedeckt und die in Vitrinen ausgestellten Fotos und Vorzeichnungen lassen uns nachempfinden, was ihn inspiriert.

Dann lockt einen schon eine sphärische Musik in den letzten Raum. Dort sind zwei Filme von Houdek und der Choreographin Hana Polanská Turečková zu sehen. Hier verschmelzen menschliche Körper und abstrakte Formen im Tanz.

Es war ein wundervoller Abend mit den Künstlern und allen Gästen, der die Vorfreude auf die Ausstellungslaufzeit nur noch gesteigert hat – der Sommer kann kommen!

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